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5G: Kommt es oder kommt es nicht?

home-office 17. Juni 2019 0


Überall wird von 5G gesprochen. Was verbirgt sich genau dahinter? Wie könnte der neue Mobilfunkstandard unsere Zukunft, die Art und Weise, wie wir zusammenarbeiten und den Fachkräftebedarf verändern? Und wie wirkt sich der aktuelle Streit zwischen den USA und China auf die 5G-Debatte aus? Fragen über Fragen! Wir beantworten sie.

Was ist 5G?

Zwar sind im Jahr 2019 noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die der aktuelle Mobilfunkstandard 4G bietet. Dennoch gibt es schon seit geraumer Zeit Pläne für den Nachfolger: 5G.

Dieser soll alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen und folgendes bieten:

  • Eine bis 100fach höhere Datenrate als heutige LTE-Netze
  • Eine rund 1000fach höhere Kapazität
  • Eine extrem niedrige Latenzzeit
  • Ein Tausendstel des Energieverbrauchs pro übertragenem Bit
  • Einen um bis zu 90 Prozent geringeren Stromverbrauch

Was bringt 5G?

Smartphone-Fans können sich also freuen: Große Datenmengen können mit 5G innerhalb von Sekunden übertragen werden. Filme stehen zum Beispiel innerhalb eines Augenschlags zur Verfügung. Doch 5G ist viel mehr als das. Der neue Mobilfunktstandard wird auch in verschiedensten Bereichen des Arbeitsmarktes Dinge ermöglichen, die aus heutiger Perspektive wie Szenarien aus dem Science Fiction klingen. Allein die Beispiele aus den Bereichen Engineering und Healthcare versetzen in Staunen.

Gerade im Industriebereich wird im Zusammenhang mit 5G viel von der Revolution des „Internet der Dinge“ (Internet of Things),  kurz IoT, gesprochen. Damit sind Geräte gemeint, die Informationen untereinander austauschen können. Noch steht die Vernetzung von Maschinen und Geräten am Anfang, sie dürfte aber mit 5G deutlich an Fahrt aufnehmen. 

Vernetzte Produktionshallen, automatisches Fahren

Was steht bevor? Ein Beispiel: Werkelten Maschinen früher stumpf vor sich hin, sind bald ganze Werkshallen von vorne bis hinten vernetzt. Das rückt die automatisierte Steuerung und Überwachung ganzer Fertigungsstraßen ohne jedes menschliche Zutun in greifbare Nähe.

Mit 5G wird auch das automatisierte und vernetze Fahren realistischer. Durch miteinander kommunizierende Fahrzeuge sowie der Einbindung aktueller Verkehrsdaten und den Messwerten von Fahrzeugsensoren entstehen Vorteile wie assistiertes Überholen oder der automatischen Geschwindigkeitsanpassung, falls spontan ein Stau entsteht. Das reduziert die Gefahr von Unfällen immens.

Der Tele-Doktor kommt

Im Healthcare-Bereich werden derweil vor allem telemedizinische Anwendungen in Zusammenhang mit 5G diskutiert. Von der Facharzt-Versorgung bis hin zur Tele-Intensivmedizin gehen die angedachten Konzepte. Sie zielen zum Beispiel darauf ab, die ärztliche Versorgung in strukturschwachen Gebieten zu verbessern.

Auch die Vernetzung von Rettungswagen zur Übertragung von Vital-Daten an Krankenhäuser, Fernbehandlung und Telemonitoring von Langzeitpatienten, videobasierte Arztsprechstunden und telemedizinische Beratungen zwischen Ärzten in kleineren Akutkrankenhäusern und Spezialisten in anderen Kliniken können mit 5G-Techik realisiert werden.

Was 5G alles verändern wird

Die Beispiele zeigen: 5G wird die Art und Weise verändern, wie wir leben und wie wir zusammenarbeiten. Wohin die Reise geht, ist nur schwer zu sagen. Fest steht aber: Sobald 5G kommt, wird die Vernetzung smarter Maschinen für den menschlichen Anwender für einen spürbaren Wegfall von Routinearbeiten sorgen. Diese übernehmen Maschinen. Für den Mensch bleibt der Bereich der hochqualifizierten Wissensarbeit.

Das wird in der Arbeitswelt dazu führen, dass gerade in Bereichen wie der IT, dem Engineering-Sektor und der Healthcare-Branche, die am häufigsten in der Diskussion rund um 5G genannt werden, noch stärker nach High Potentials gesucht werden wird. Diese sind heute schon rar und handverlesen. In Zukunft wird sich der Kampf um sie noch verstärken. Arbeitgeber sollten auf derartige Szenarien vorbereitet sein und bereits jetzt gezielt die Besten der Besten rekrutieren und binden.

Konflikt mit China

Etwas Zeit verschafft ihnen möglicherweise die aktuelle Auseinandersetzung zwischen den USA und dem chinesischen Anbieter Huawei – aber nur bedingt. Huawei ist ein führender Anbieter der Infrastrukturtechnik der fünften Mobilfunkgeneration  – 5G eben. Die Technik des Konzerns spielt weltweit beim Aufbau von 5G-Mobilfunknetzen eine wichtige Rolle.

Die USA befürchtet allerdings, dass die Huawei-Technik ein Einfallstor für chinesische Spionage und Sabotage sein könnte. Auf Betreiben der USA stuften zuletzt mehrere Länder das Unternehmen als potenzielle Gefahr für die Cybersicherheit ein – immerhin gelten in der Diktatur China völlig andere Vorschriften in punkto Datenschutz als in den USA und Europa.

5G: Wie wird sich Deutschlands Regierung entscheiden?

Auch in Deutschland wird über eine mögliche Beteiligung des chinesischen Unternehmens am Ausbau des 5G-Netzes diskutiert. Huawei selbst verweist immer wieder auf seine Unabhängigkeit vom chinesischen Staat. Über No-Spy-Abkommen mit Regierungen will das Unternehmen Sicherheitsbedenken zerstreuen.

Die hiesige Bundesregierung wird sich bald entscheiden müssen, auf welche Seite sie sich schlägt. Diese Entscheidung wird bestimmen, wie zügig die Netze der nächsten Mobilfunk-Generation hierzulande ausgebaut werden können – das künftige technische Rückgrat der Wirtschaft.

Die Zeichen scheinen auf grün gegenüber Huawei zu stehen. Zumindest hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel gegen den Ausschluss des chinesischen Herstellers Huawei vom Aufbau des deutschen 5G-Mobilfunknetzes ausgesprochen. Von zwei Dingen halte sie gar nichts, sagte sie in Berlin: Erstens sollten sensible Sicherheitsfragen nicht öffentlich diskutiert werden. „Zweitens einen Teilnehmer, weil er aus einem bestimmten Land kommt, per se auszuschließen.“ 5G dürfte also nur eine Frage der Zeit sein, bis es auch in Deutschland ankommt.

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