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Alternativer Rekrutierungsweg: Klappt alles in der IT! Oder doch nicht?

21. November 2018 0


IT-Hersteller Samsung hat ein faltbares Smartphone vorgestellt. Es ist noch nicht marktreif. Der Computerhersteller wollte mit der Präsentation wohl die Konkurrenz in Schockstarre versetzen. Das denken zumindest alle. Vielleicht sucht der Konzern aber auch auf diese Weise nach Arbeitskräften, die helfen, ein angefangenes Projekt zu beenden, das ansonsten nicht fertigstellt werden könnte. Eine Entwicklerkonferenz als alternativer Rekrutierungsweg. Möglich wär’s.

Schlägt Samsung einen alternativen Rekrutierungsweg ein?

Samsungs Gerät mit dem „Infinity Flex Display“ ist noch Zukunftsmusik. Kunden halten es frühestens Mitte 2019 in den Händen. Bis dahin ist noch viel zu tun. Unklar ist nicht nur, wie viel das Gerät kosten wird, sondern auch, wie es aussehen soll. Es wurde bei dem Event nämlich nur verdeckt präsentiert.

Wofür dann das Ganze? Möglich, dass es bei der Entwicklerkonferenz weniger um die Präsentation eines neuen Produkts ging. Stattdessen wollte Samsung bei dem Event vielleicht eher um neue Mitarbeiter werben.

Weg mit alten Überzeugungen und alten Mitarbeitern?

Den entscheidenden Hinweis dafür lieferte Samsung-Manager Justin Denison selbst. „Das Infinity Flex Display ist die Grundlage für das Smartphone von morgen“, sagte er. „Um es zu bauen, mussten wir neue Materialien erfinden, alte Überzeugungen über Bord werfen und das Display von Grund auf neu denken.“

Sind den Samsung-Mitarbeitern in der Zwischenzeit wohlmöglich die Ideen ausgegangen? Gleich darauf lud Denison jedenfalls die internationale Entwicklerwelt dazu ein, sich an der Weiterentwicklung zu beteiligen. Das würde auch die ungewöhnlich frühe Präsentation des Produkts erklären. Normalerweise finden Entwicklerkonferenzen deutlich später statt.

Alternative Rekrutierungswege: Die letzte Chance für Samsung?

Für die These, dass Samsung bei der Entwicklerkonferenz einen neuen Rekrutierungsweg beschritten hat, spricht nicht nur das. Sondern auch, dass es in den USA, wo die Entwicklerkonferenz stattfand, in den Bereichen Technologie und Ingenieurwissenschaften massiv an Fachkräften mangelt. Es gibt rund 2,4 Millionen offene Stellen, die gar nicht, oder nur schwer besetzt werden können. Und außergewöhnliche Querdenker sind ohnehin in praktisch jedem Land Mangelware.

Der Schachzug, neues Personal bei einer Entwicklerkonferenz anzuheuern, wäre regelrecht elegant. Der Arbeitgeber kommt mit der Creme de la Creme der Branche zusammen und signalisiert gleichzeitig der Konkurrenz: „Zieht euch warm an. Wir planen Großes!“

Die Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt bahnt sich an

Möglich wär’s. Genaueres dazu ist aber nicht bekannt. Der Rest ist Spekulation. Alles andere als Spekulation ist hingegen die prekäre Situation der hiesigen Tech- und Engineering-Branche. Hierzulande müssen sich Entscheidungsträger sehr wohl Gedanken über alternative Wege in der Rekrutierung machen.

Laut Arbeitsmarktreport 2018 des Deutschen Industrie- und Handelskammertages ist der Fachkräftemangel für 60 Prozent der deutschen Betriebe heute Geschäftsrisiko Nummer eins. Insgesamt drohen beinahe zwei Millionen Stellen längerfristig nicht besetzt zu werden. Trifft die Prognose zu, droht ein herber Einbruch der hiesigen Wirtschaftskraft. Vor allem in der IT und im Engineering gehen die Visionäre aus.

Ideen, wie die sich anbahnende Katastrophe auf dem Arbeitsmarkt abwenden lässt, gibt es viele. Doch die meisten sind eher langfristig gedacht. Zum Beispiel fordert der Chef der Bundesagentur für Arbeit (BA), Detlef Scheele, ein Fachkräftezuwanderungsgesetz.

Engpässe kurzfristig abfedern

„Unsere Forscher rechnen für dieses Jahr mit 760.000 zusätzlichen sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnissen, aber nur mit 260.000 zusätzlichen potenziellen Erwerbspersonen zwischen 15 und 65 Jahren“, wird er in den Medien zitiert. „Wir werden die Lücke nicht alleine durch Inländer und EU-Ausländer decken können.“ Nötig sei ein Gesetz, das die Regeln zur Einwanderung systematisiere. „Aus unserer Sicht sollten Fachkräfte und keine Ungelernten zuwandern können.“

Es könnte allerdings noch eine ganze Weile dauern, bis aus dieser Theorie eine gelebte Praxis wird. Zeit, die die hiesigen Betriebe aber nicht mehr haben. Erst jüngst musste das Ifo-Institut seinen Konjunkturindex nach unten korrigieren. Die Gründe: Weltweite Unsicherheiten bremsen die Wirtschaft aus, aber auch der Fachkräftemangel. Umso schneller müssen sich die Entscheidungsträger in der Wirtschaft gedanklich damit auseinandersetzen, wie bestehende Personal-Engpässe kurzfristig abgefedert werden können.

Recruiting: Welche Möglichkeiten hiesige Unternehmen haben

Dazu sollten sie sich alternative Personalbeschaffungsmethoden und Rekrutierungswege erschließen, die sie flexibler und schneller mit High Potentials zusammenbringen. Sie müssen – wie es möglicherweise Samsung getan hat – stärker auf potenzielle Fachkräfte zu gehen.

Die gute Nachricht: Dafür gibt es weitaus kostengünstigere Alternativen zur groß angelegten Entwicklerkonferenz. Wie wäre es zum Beispiel mit einer Arbeitnehmerüberlassung, die ausschließlich hochqualifizierte Experten vermittelt? Oder eine spezialisierte Personalberatung, die hochspezifisches Headhunting betreibt?

Andere Möglichkeiten, Talente kennenzulernen, bestehen in hauseigenen Bewerberevents, dem Aufbau eines eigenen Talent Pools aus ehemaligen Werksstudenten, Praktikanten oder abgelehnten Bewerbern. Auch die Einbeziehung der eigenen Mitarbeiter in die Suche nach neuen Mitarbeitern und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bieten sich an. Es gibt inzwischen ausgereifte Tools, mit denen sich Kandidaten in den Untiefen des WWW aufspüren und ansprechen lassen. Ergo: Viele alternative Rekrutierungswege führen zum Kandidaten, man muss sie nur kennen.

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