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Arbeitsmarkt: Wie ein angebissener Apfel die Gesundheitsbranche revolutioniert

12. März 2018 0


Der Technologiekonzern Apple investiert in die Gesundheitsbranche. Ziel ist zunächst der Aufbau von Kliniken für die eigenen Angestellten. Von da dürfte die Ausweitung des Geschäftszweigs auf den allgemeinen Gesundheitsmarkt nur noch einen Steinwurf entfernt sein. Die neuen Hightech-Krankenhäuser könnten etablierten Kliniken wirtschaftlich massiv zusetzen. Auch deutsche Kliniken sind nicht vor Konkurrenz aus dem Digitalbereich gefeit. Was Arbeitgeber dem entgegensetzen können.

Gesundheitsbranche: Erschütterungen auf den Gesundheitsmarkt

Mit der eigenen Technologie will Apple in eigenen High-Tech-Hospitälern den eigenen Mitarbeitern künftig eine besondere Behandlung und Diagnostik ermöglichen. Moment! Apple und Krankenhäuser – wie passt das denn zusammen?

Sehr gut! Denn letztlich setzt der Computerhersteller damit eine Entwicklung konsequent fort, die er vor ein paar Jahren mit dem Release seiner Smartwatch eingeschlagen hat.

Diese hat nicht nur, aber auch die Gesundheit ihres Trägers im Blickpunkt. Sie ist in der Lage, Vital- und Ernährungsdaten zu sammeln, sie zählt Schritte, erfasst Schlaf- und Ruhezeiten und animiert den Träger zu mehr Bewegung im Alltag. Längst hat Apple auch medizinische Anwendungen für die Watch entwickelt und stellt die Daten seiner Nutzer für die Forschung zur Verfügung.

Viele Daten, viele Auswertungsmöglichkeiten

Die Informationen, die hier zusammenkommen, sind für die Gesundheitsbranche ein wahrer Fundus an Möglichkeiten. Die Langzeitaufzeichnung von Herz- und Kreislaufinformationen ermöglicht zum Beispiel eine völlig neuartige Präventionsdiagnostik. Irregularitäten können früher erkannt werden und die Watch könnte besorgniserregende Daten an Gesundheitsversorgungszentren weiterleiten, sobald sie riskante Schwellenwerte übersteigen. So könnten Patienten behandelt werden, bevor sie ernsthaft erkranken.

Und durch die dauerhafte IT-gestützte Analyse der Daten kann auf lange Sicht neues Wissen zu Krankheitsentstehung und individualisierter Therapie generiert werden. Bei gleichzeitiger Betrachtung ökonomischer Informationen ließen sich zudem Modelle entwickeln, die neben einer Optimierung der medizinischen Versorgung auch Kosteneinsparungen aufzeigen könnten. Big Data lässt grüßen!

Warum Tech-Firmen das Interesse an Healthcare entdecken

Angesichts der zunehmenden Verschmelzung von IT und der Gesundheitsbranche erscheint ein eigenes Klinik-Netzwerk von Apple also alles andere als abwegig, sondern eher logisch. Apple eröffnet sich damit eine optimale Testumgebung, wie die Daten der eigenen Produkte in den Gesundheitssektor eingebracht werden können. Nach Ausmerzen der Kinderkrankheiten in den Systemen steht der Ausweitung der Services für die Allgemeinheit nichts im Wege.

Obwohl Marktbeobachter den Trend in entfernter Zukunft durchaus kommen sahen, erschüttert die Nachricht von Apples Hausklinik die Branche nun doch mit gewaltiger Wucht. Denn niemand wusste, wie weit die Pläne des Konzerns bereits gediehen waren. Ohne die leiseste öffentliche Ankündigung hat der Konzern in aller Stille eine Tochterfirma namens AC Wellness gegründet.

Die von ihr betriebenen Kliniken sollen eine „Concierge-artige Behandlungs-Erfahrung“ bieten, heißt es: Die Rolle, die die neue Technologie dabei spielt, wird immer wieder betont.

Hauskliniken von Apple haben massive globale Auswirkungen

Die Entwicklung lässt nicht nur den amerikanischen Wettbewerb erzittern, sondern den auf der ganzen Welt. Viele Krankenhäuser befinden sich noch im digitalen Dornröschenschlaf und sind weit entfernt von dem, was das Unternehmen mit dem angebissenen Apfel da plant.

Während hierzulande zum Beispiel Patientendaten oft noch in großen Teilen auf Papier vorgehalten werden, ist die Konkurrenz aus dem Silicon Valley gedanklich um Lichtjahre voraus – mit dem Ziel, das digitale Spektrum innovativer IT-Lösungen für Krankenhäuser und ambulante Versorgungsanbieter voll auszuschöpfen.

Gesundheitswesen: Wo geht die digitale Reise hin

Mithilfe digitaler Kommunikations- und Monitoring-Verfahren könnte zum Beispiel der Informationsaustausch zwischen Arzt, Patient und Krankenkasse erheblich verbessert werden. Heute handeln diese Stellen noch weitgehend autark und speichern die Behandlungsdaten der Patienten in lokalen, isolierten IT-Systemen.

In Zukunft jedoch wird der intersektorale Austausch von Daten sowie die sichere, direkte Kommunikation mit Patienten und Leistungserbringern Doppeluntersuchungen vermeiden, während smarte Programme und Analyseverfahren Ärzte bei der Diagnostik unterstützen. All das spart Zeit, verbessert die Versorgung der Patienten, steigert deren Zufriedenheit und minimiert Kosten.

Damit würden sich auch die Arbeitsbedingungen für Mediziner mit einem Schlag verbessern. Doppelte Arbeiten und doppelte Datenvorhaltung entfielen: Der oftmals aufwändige Austausch mit Krankenkassen würde sich beim Zugriff auf den gleichen Datenpool erheblich reduzieren und der Arzt hätte mit weniger Bürokratie zu kämpfen und stattdessen mehr Zeit und Ruhe für den Patienten. Vorbei möglicherweise auch die Zeiten mürrischer und nörgelnder Patienten, weil Krankheiten früher erkannt und lange Leidenszeiten vermieden werden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten!

Tech-Konzerne werben Mediziner ab

Was passieren könnte, wenn Tech-Hospitäler auch in Deutschland ihre Pforten eröffnen, ist absehbar: Mit dem Argument besserer und viel modernerer Arbeitsbedingungen könnten sie einen großen Teil des medizinischen Fachpersonals abwerben. Naja, und am schnöden Mammon dürfte es auch nicht scheitern.

Ein klassischer Fall von Disruption, der nur abzufedern ist, wenn Arbeitgeber die ihnen noch verbleibende Zeit nutzen, digital aufzurüsten, um der Konkurrenz die Stirn zu bieten. Parallel dazu müssten sie ihr Personal für eine Gesundheitswirtschaft 4.0 fit machen, IT-Experten einstellen, die für die richtige digitale Infrastruktur sorgen und für Arbeitsbedingungen sorgen, die zum bleiben animieren. Da kommt viel auf Personalverantwortliche zu.

Ein wirksames Mittel gegen die Disruption? Weiterentwicklung!

Haben sie eine andere Wahl? Um ehrlich zu sein: Nein! Denn niemand weiß, wann der Gesundheitssektor durch den nächsten disruptiven Einschlag erschüttert wird. Und dabei ist nicht einmal gesagt, dass Apple der Auslöser sein muss. Längst mischen sich auch hierzulande Newcomer mit einem digitalen Hintergrund in die Geschäftsmodelle der Gesundheitsbranche ein und übernehmen Teile der Wertschöpfung.

Im klinischen Bereich ist davon zwar noch nicht viel zu sehen. Im Wesentlichen befinden sich die drei medizinischen Grundaufgaben Anamnese, Diagnostik und Therapie weiter fest in den Händen der Krankenhäuser.

Allerdings könnte sich daran einiges ändern. Der gesamte Healthcare-Bereich steht nämlich unter hohem Kosten- und Effizienzdruck, und Fremdanbieter könnten bestimmte Nischen besetzen. Vielleicht ebenso wie Apple über Nacht!

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