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Bioprinting: Organe aus dem Drucker sind nur der Anfang

bioprinting 8. November 2018 0


Weltweit fehlen Organe für Transplantationen. Gesundheitsminister Jens Spahn will die Organspende deswegen zur Pflicht erheben. Doch es könnte einfacher gehen. Mit Organen aus dem 3D-Drucker. Experten aus dem Bioprinting-Bereich stehen kurz vor dem Durchbruch. Wäre da nicht das eine Problem. Der Branche gehen die klugen Köpfe aus.  

Bioprinting: In diesen Bereichen wird es bereits eingesetzt

In der Medizin sind 3D-Druckverfahren längst angekommen. Hörgeräte, Prothesen und Zahnkronen stammen aus dem Drucker. Nun ist Bioprinting auf dem Vormarsch – der Druck von lebendem Gewebe. Künstliche Haut lässt sich bereits herstellen. Sie heilt nicht nur großflächige Verbrennungen oder Verletzungen. Sie eignet sich auch für Verträglichkeitstests von Arzneien oder Kosmetika.

Das ist erst der Anfang: Schon bald sollen ganze Organe gedruckt werden. Hergestellt aus menschlichen Zellen. Das könnte den Markt für Organtransplantationen revolutionieren und ein großes Problem lösen. Weltweit gibt es zu wenig Spenderorgane. In Deutschland warteten allein im Jahr 2016 über 10.000 Patienten auf ein passendes Organ. Gesundheitsminister Jens Spahn überlegt daher, die Bundesbürger zur Abgabe von Organen zu verpflichten.

Bioprinting-Organe: Nicht nur Gesundheitsminister Spahn hat Grund zu hoffen

Vielleicht lassen aber auch schon bald Bioprinting-Organe tausende Menschen ohne Hoffnung auf eine baldige Heilung entspannt aufatmen. Erste Erfolge gelangen bereits vor zwei Jahren. Anthony Atala, Direktor des Instituts für Regenerative Medizin an der Wake-Forest-Universität in North Carolina, druckte eine funktionsfähige Niere. Er setzte sie einer Maus ein. Das Organ produzierte tatsächlich Urin.

Doch von der Maus bis zum Homo Sapiens ist es ein langer Weg. Es liegt noch viel Forschungsarbeit vor Wissenschaftlern wie Atala. Er entwickelte einen speziellen 3D-Drucker, dessen Spritzdüse 80 Mal kleiner als der Durchmesser eines menschlichen Haares ist. Durch diese Düse wird eine Flüssigkeit gespritzt, die sich zu einem Gel verfestigt. Sie enthält eine Mischung aus einer Art Hartplastik und Zellen, die sich darin ansiedeln.

Wie funktioniert Bioprinting?

Während sich die harten Bausteine nach und nach auflösen, übernehmen die Zellen ihre Funktion. Das gedruckte Gewebe ist vergleichbar mit einem Schwamm, in dem feinste Kanäle verlaufen. Wird das Organ in einen Körper eingesetzt, bilden sich in diesen die Blutgefäße aus.

Auch wenn ihre Produkte noch nicht aus den Kinderschuhen herausgewachsen sind, ist die Bioprinting-Branche bereits heute einer der Märkte mit dem größten Wachstum in den letzten Jahren. Fokussierte sich der Markt zunächst  auf Nordamerika, gibt es inzwischen zahlreiche Unternehmen, Labore und Universitäten auf dem gesamten Globus.

Menschliche Organe aus dem Drucker: Ein langer Weg

Menschliche Organe zu drucken, ist allerdings alles – außer eine einfache Sache. Die größten Hürden: Extrem hohe Entwicklungskosten und fehlende Fachkenntnisse. Letztes könnte sich zu einem größeren Problem entwickeln. Denn um ein lebensfähiges Organ aus einem Drucker ziehen zu können, bedarf es Spezialisten aus der ganzen Life Sciences Sparte: Mediziner, Biologen und Chemiker, die ihr Wissen bündeln. Nicht zuletzt sind Biotechnologen und Informatiker gefragt, die sich um die technische Komponente der Bioprints kümmern.

Doch in all diesen Bereichen herrscht Flaute auf dem Arbeitsmarkt. Aktuell fehlen Unternehmen knapp 315.000 Arbeitskräfte aus dem Life Sciences Bereich. Das sind mehr als doppelt so viele als noch vor drei Jahren. So das Ergebnis, des aktuellen MINT-Reports, der zweimal jährlich vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln erstellt wird.

Fachkräftemangel: Bremst er den Fortschritt in der Life Sciences Branche aus?

Dabei gehen Forscher davon aus, dass 3D-Biodrucker in etwa zehn bis zwanzig Jahren soweit ausgereift sein könnten, dass sie Organtransplantate für den Menschen herstellen können. Dann gehörten auch Tierversuche der Vergangenheit an, Organfehlbildungen oder schwere Krankheiten könnten besser therapiert und teure, quälende Krankenhausaufenthalte erheblich verkürzt werden.

Doch was, wenn die noch junge Bioprinting Branche ausgebremst wird, weil ihr die Fachkräfte ausgehen? Soweit muss es nicht kommen, wenn Arbeitgeber rechtzeitig umdenken. Bei der Personalsuche neigen sie oft dazu, nach dem Idealbewerber zu suchen. Immer wieder werden Stellen mit zu hohen Anforderungsprofilen ausgeschrieben.

Effiziente Personalbeschaffung in der Life Sciences Branche – so geht‘s

Entscheider sollten jedoch abwägen, ob es besser ist, viele Wochen oder Monate nach dem richtigen Bewerber zu suchen oder eine Stelle kurzfristig mit einem Kandidaten zu besetzen, der schneller verfügbar ist und nach einer gewissen Einarbeitung ebenso hochqualifizierte Arbeit verrichtet. Bei einem sorgfältigen Auswahlprozess, zu dem spezialisierte externe Experten hinzugezogen werden können, ist die Quote der Fehlbesetzungen erfahrungsgemäß eher gering.

Mit etwas mehr Flexibilität und der Bereitschaft, auch Berufsanfängern, Quereinsteigern, Zeitarbeitnehmern oder Bewerbern mit Kenntnissen aus angrenzenden Fachbereichen eine Chance zu geben, könnte so manche Stelle schneller und früher besetzt werden. Auch Kontakte zu Hochschulen und Instituten, spezialisierten Personalberatungen und nicht zuletzt die Einbeziehung der eigenen Mitarbeiter in die Suche sind wichtige Faktoren, Talente ausfindig zu machen.

Auch Jobanwärter ist ein Plus an Flexibilität angeraten. Neben den klassischen Bewerbungswegen über Stellenanzeigen sollten sie sich zum Beispiel mit den Themen Arbeitnehmerüberlassung, Initiativbewerbung und Projektarbeit auseinandersetzen. Dann findet schneller zusammen, was zusammengehört – zum Wohle der gesamten Menschheit. (Foto: Gettyimages)

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