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A-Mitarbeiter finden: Schöne neue Wissens-Arbeitswelt 4.0

a-mitarbeiter 16. Februar 2017 0


Die Zeichen der Zeit stehen auf Flexibilisierung und Digitalisierung: Home-Office, mobiles Arbeiten oder die orts- und zeitzonenübergreifende Zusammenarbeit in virtuellen Teams haben die traditionelle Bürowelt um viele neue Arbeitsformen bereichert. Parallel verändern sich Arbeitsinhalte infolge der digitalen Transformation. Doch nicht alle Mitarbeiter sind reif für die schöne neue Arbeitswelt 4.0. Im Management ist daher die Diskussion über A-Mitarbeiter entbrannt. Die These: Ohne einen erheblichen Prozentsatz an großen A’s im Unternehmen wächst die Gefahr, dass der Unternehmenserfolg leidet. 

A-Mitarbeiter finden und binden

Dass es guter Mitarbeiter bedarf, um ein Unternehmen zum Erfolg zu führen – eine Binsenweisheit. Allerdings wurde dieser in der Vergangenheit keine allzu große Bedeutung beigemessen. In Zeiten, in denen es mehr Mitarbeiter gab als verfügbare Stellen, konnten Firmen aus den Vollen schöpfen und sich die besten aussuchen. Heute ist das anders. Firmen suchen händeringend nach Personal. Und bei all dem ist es wichtiger denn je, dass bereits im Recruiting die so genannten High-Performer identifiziert werden.

Der Grund: In den vergangenen Jahren hat sich nicht nur der Arbeitsmarkt gedreht, sondern auch die Arbeitsinhalte. Mit zunehmender Digitalisierung übernimmt der Computer immer mehr Routinetätigkeiten und der Mensch wird mehr und mehr zum Wissensarbeiter.

A-Mitarbeiter: Hohe Digitalaffinität

Wissensmitarbeiter, auch A-Mitarbeiter genannt, sorgen dafür, dass Unternehmen innovative Produkte oder Services entwickeln, die auf dem Markt erfolgreich sind. Wissensarbeiter sind also per definitionem in aller Regel hochqualifizierte Fachkräfte, die mit ihrem Know-how wesentlich zur Wertschöpfung eines Unternehmens beitragen. Hinzu kommt, dass sie sich durch eine hohe Digitalaffinität auszeichnen.

Sie brennen inhaltlich für das, was ihr Arbeitgeber macht und kämen nicht auf die Idee, die neuen zeitlichen und örtlichen Freiräume, die zum Beispiel mobiles Arbeiten und Home-Office bieten, auszunutzen.

Im Gegenteil neigen sie eher dazu, ihre Arbeitszeit auszudehnen, wenn sie eine gute Idee haben. Der Firmenlaptop lässt sich ja auch am Abend nochmal anschalten, wenn die Kinder im Bett sind. Sprich: Wissensmitarbeiter verfügen über eine hohe digitale Fitness, weil sie die Potenziale erkennen, die eine voll vernetzte und digitalisierte Arbeitswelt mit sich bringt.

A-Mitarbeiter bringen das Unternehmen voran

Damit stehen Organisationen aktuell allerdings vor einem gewaltigen Problem. Denn laut einer Umfrage sind nur 12 Prozent der Mitarbeiter dieser Kategorie zuzuordnen. Dass Management-Experten diese Kräfte auch als A-Mitarbeiter in Abgrenzung von den „B’s“ und „C’s“ im Unternehmen bezeichnen, kommt nicht von ungefähr. Es sind die, die ganz vorne stehen wie das A im Alphabet. Sie ziehen den Karren im übertragenen Sinne eigenständig.

Der weitaus größere Anteil an Mitarbeitern entfällt jedoch auf die Kategorien B (68 %) und C (20 %). Also auf die, die den Karren nicht ziehen, sondern nebenher laufen. Sie machen brav ihren Job, aber auch nicht mehr. Oder – schlimmer noch – auf die, die es sich auf dem Karren gemütlich gemacht haben und sich mitziehen lassen, ohne einen nennenswerten Beitrag zu leisten. Wobei übrigens nicht gesagt ist, dass ein C-Mitarbeiter immer ein C-Mitarbeiter ist. Zum einen Unternehmen passt er schlechter, zum anderen besser und kann hier durchaus A-Qualitäten zeigen.

Zufrieden ist nicht gut genug

Die Unterteilung in A-, B- und C-Mitarbeiter – für Arbeitnehmer mag das dennoch nicht angenehm sein und unmenschlich wirken. Doch in den Augen von Unternehmer und Buchautor Professor Jörg Knoblauch ist die Fokussierung von Unternehmen auf A-Mitarbeiter der einzige Weg, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

„In einer Zeit, wo die meisten ihr Geld mit Innovationen verdienen, braucht man dafür die größten Talente“, sagte er gegenüber dem Magazin CIO. „Wenn Sie in Deutschland sitzen und beim Kunden einen Wow-Effekt auslösen müssen, reicht die zufrieden stellende Leistung von einem B-Mitarbeiter nicht aus.“

A, B oder C – das optimale Verhältnis im Unternehmen

Knoblauch geht sogar noch weiter und rät Unternehmen, die mit ihrem bisherigen Auswahlverfahren keinen A-Mitarbeiter finden konnten, bitte nicht den B-Mitarbeiter zu nehmen. „Das ist niemand, der Ihr Unternehmen langfristig voranbringt. Ich rate Ihnen, die Lücke im Unternehmen so lange zu überbrücken, bis sie einen A-Mitarbeiter für die Stelle finden.“

Dieser Sichtweise muss man nicht eins zu eins zustimmen. Denn ein Unternehmen, das rein aus A-Mitarbeitern besteht, soviel ist auch Professor Knoblauch bewusst, ist Illusion. In den meisten Unternehmen liegt das Verhältnis von A-, B- und C-Mitarbeitern aktuell bei 20 – 60 – 20.

Das birgt jedoch in der Tat ein erhebliches Optimierungspotenzial: Hier ist die Quote von C-Mitarbeitern erheblich zu hoch. Wir erinnern uns: Sie bewegen nichts, sie bremsen aus. Und jeder hat schon mal einen Kollegen gehabt, unter dessen Lethargie die ganze Abteilung gelitten hat. Andere müssen dann die Arbeit des Betreffenden übernehmen, was für Frust und ein schlechtes Arbeitsklima sorgt.

Wer an diesem Verhältnis etwas verändern möchte, sollte sich dafür einen Rahmen von etwa fünf Jahren stecken. Als Marke sollte man sich die Werte 60 – 40 – 0 setzen.

Die optimale Recruiting Strategie

Dafür sollte der Einstellungsprozess so angepasst werden, dass A-Mitarbeiter gezielt identifiziert werden und C-Mitarbeitern abgesagt wird. Dazu gehört ein professioneller Analyseprozess. Eine Möglichkeit ist, dem Bewerber einen individuellen, psychologischen Fragebogen zuzuschicken.

So erfährt man meist mehr, als im Rahmen einer Standard-Bewerbung. Außerdem ist Recruitern und Managern beim weiteren Einstellungsverfahren unbedingt zu Authentizität zu raten: Schönfärbereien im Bewerbungsprozess sind nicht hilfreich.

Besser ist es, dem Bewerber keine romantischen Versprechen zu machen, sondern die Herausforderungen realistisch aufzuzeigen, die auf ihn zukommen und auch, welche Erwartungen das Unternehmen mit der Stelle verknüpft.

Anhand der Reaktion des Gegenübers lässt sich dann ablesen, ob es diesen gewachsen ist oder nicht. Auch, ob es mit den Arbeitsweisen im Unternehmen klar kommt oder nicht.

Jobinterview: Sechs Augen sehen mehr als zwei

Überdies sollte das Bewerbungsgespräch möglichst mit dem gesamten Führungsteam durchgeführt werden. Denn verschiedene Augenpaare sehen mehr als nur eines. Mitunter macht es auch Sinn, einen externen Recruiting-Experten dazu zu holen, der das Gespräch aus der Außensicht bewerten kann.

Ganz wichtig ist auch, Referenzen von früheren Arbeitgebern einzuholen. Am besten per Telefon – dann kann Klartext gesprochen werden. Und auch in der Probezeit sollte man den Mut haben, sich von dem Mitarbeiter zu trennen, wenn es nicht passt. Auch wenn es weh tut, doch nur so scheitert die schöne neue Arbeitswelt nicht an der Realität.

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