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Digital Leadership: 4 Tipps für CEOs, CIOs, Manager und HR

digital leadership 23. August 2017 0


Die Digitalisierung lässt in der Arbeitswelt keinen Stein auf dem anderen: Immer mehr Prozesse werden mit der Technologisierung verschlankt und verkürzt. Das hat mehrere Konsequenzen: Effizienz regiert die Welt und der Innovationsdruck nimmt zu. Mitarbeiter reagieren unterschiedlich darauf. Die einen begrüßen die Veränderungen euphorisch, weil sie in ihnen Chancen erkennen. Andere setzen sie unter Erfolgsdruck. Von Vorgesetzten erfordert das Digitalzeitalter daher ein völlig neues Verständnis von Führung: Digital Leadership.

Digital Leadership: Was ist das? Der Versuch einer Definition.

Betroffen von den Umwälzungen der Digitalisierung sind Humanressourcen aus allen Bereichen der Wirtschaft. In besonderem Maße aber die so genannten Digital People: Mitarbeiter in der IT.

Denn die Branche ist das Herzstück der Digitalisierung. Sie treibt die Digitale Transformation mit immer neuen Lösungen und Programmen an. Ergo ticken die Uhren hier noch einmal ein bisschen schneller als andernorts.

Die Fragen, die sich in diesem Zusammenhang stellen:

  • Was muss Führung in diesen besonders durchgetakteten Bereichen leisten, um Menschen Orientierung zu geben?
  • Wie sollten Manager ihr Führungsverhalten an die neue Situation anpassen?

Um dies angemessen beantworten zu können, müssen angehende und etablierte Führungskräfte zunächst verstehen, dass die Führungsprinzipien aus dem Industriezeitalter nicht mehr aufgehen.

Warum neue Führungsmodelle ein Muss sind

Was sich vor über hundert Jahren etabliert hat, geht in der modernen Arbeitswelt nicht mehr auf. Damals waren Mitarbeiter gefragt, pünktlich zu erscheinen, ihren Job zu machen, sich möglichst wenig mit Kollegen auszutauschen und diszipliniert ihre Aufgaben zu erfüllen.

Also setzte sich ein Führungsstil durch, der an Autorität nicht zu überbieten war:

  • rigide Vorgaben
  • autoritärer Duktus
  • Kontrolle voller Misstrauen und Androhung von negativen Konsequenzen

Heute arbeiten Arbeitnehmer nicht mehr stupide ihre Fließbandarbeiten ab. Das hat in vielen Bereichen der Computer übernommen. Umso mehr ist von der Ressource Mensch gefragt, sich kreativ und aktiv in Unternehmensprozesse einzubringen und sie voranzutreiben.

Digital Leadership: Management von Wissensarbeitern

In der Wissensgesellschaft sind nicht mehr die tüchtigsten Hände, sondern die klügsten Köpfe gefragt. Anstelle von Vorgabe und Gehorsam sollten also die Prinzipien der Kollaboration und Partizipation rücken.

Das ist es, was Digital Leadership auszeichnet: Ideen werden nicht mehr von einsamen Managern am Reißbrett entwickelt, sondern von allen und die besten gehen nach einem demokratischen Entscheidungsprozess in Produktion.

Digital Leadership bedeutet für Manager, CEO’s und CIO’s also, den Platz als alleiniger Entscheidungsträger zu räumen und sich zum Motivator und Coach zu wandeln, der Mitarbeiter immer angemessen weiterentwickelt und ihnen zeigt, wie sie ihre Einstellungen, ihr Denken und Handeln mit den Unternehmenszielen bestmöglich zur Deckung bringen.

Manager, die nicht zum Digital Leader transformieren, scheitern

Soweit das Ideal. Doch davon ist die Realität leider noch allzu weit entfernt. Sobald es hakt, verfallen viele Führungskräfte aus Hilflosigkeit wieder ins autoritäre „Basta“. Doch damit werden sie sich nicht lange halten können. Denn auf diese Weise gefährden sie massiv die Umsatzziele ihres Unternehmens.

Was ist zum Beispiel, wenn sie mit ihrem Rückfall in die Autorität ausgerechnet der zündenden Idee eines Mitarbeiters das Leben aushauchen? Und was, wenn dieser damit zur Konkurrenz abwandert? Abwegig? Im Gegenteil!

Das Internet hat für eine schnelle, weltweite Vernetzung von Gleichgesinnten gesorgt. Binnen kürzester Zeit entstehen so neue Märkte jenseits traditioneller Absatzkanäle. Revolutionäre Geschäftsmodelle disruptieren traditionelle Player innerhalb eines Augenaufschlags.

Beispiele für Disruption

Jede noch so kleine Fehleinschätzung eines CEOs, CIOs oder Managers kann für das Unternehmen daher verheerende Folgen haben. Beispiele dafür gibt es zuhauf. Hätte etwa Kodak, einst die wertvollste Marke nach Disney, Coca-Cola und Mc Donald’s, auf seine Mitarbeiter gehört und stärker in Digitaltechnologien investiert, hätte der Konzern sicher seine Top-Position nie eingebüßt. Doch es kam anders. Seit 2012 ist Kodak – der einstige Marktgigant – insolvent.

Wie können CIOs und CEOs dieses Schicksal von sich und ihrer Firma abwenden? Welche Eigenschaften müssen sich Führungskräfte im Digitalzeitalter aneignen? Zum Beispiel sollten sie mit den folgenden beginnen:

1 – Seien Sie disruptiv

In der Technologie steht der Begriff „disruptiv“ für neue Entwicklungen oder Produkte, die unerwartet auf den Markt gebracht werden. Sie sind oft noch nicht ausgereift, werden aber kontinuierlich weiterentwickelt. Personalcomputer sind das beste Beispiel dafür. Wären die ersten unfertigen Kisten in den 80ern nicht auf den Markt gekommen – wo wäre man heute?

Auf Führung bezogen bedeutet Disruption: Bewährtes immer und immer wieder auf den Prüfstand zu stellen und neue Ideen zuzulassen, auch wenn sie noch nicht zu Ende gedacht sind. Die Kunst besteht darin, den besonderen Kern zu entdecken und einen Blick für das Visionäre zu entwickeln, das hinter einer Idee steht. Dazu müssen Manager vor allem eines: Ganz genau hinhören, wenn ihnen ihre Mitarbeiter etwas zu sagen haben. Und das bitte auf Augenhöhe.

2 – Innovationen fördern

Um Innovationen zu fördern reicht es nicht nur, ein offenes Ohr für die Ideen der Mitarbeiter zu haben. Firmenlenker müssen außerdem die Fähigkeit entwickeln, die Spreu vom Weizen zu trennen – also: Die richtigen Ansätze fördern und falschen fallen lassen. Das ist nicht leicht, denn in die Zukunft schauen kann niemand.

Doch Manager können sich Innovationen in kleinen Schritten nähern. Sie sollten in der Mitarbeiterschaft zunächst folgende Eigenschaften gezielt stärken:

  • Phantasie
  • Querdenken
  • ungewöhnliche Fragen zu stellen

Zweitens sollten sie ihnen die Chance geben, ihre Ideen innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens weiterzuentwickeln und zu prüfen – gemeinsam oder allein. Dafür sollten Manager ihren Mitarbeitern die nötigen Freiräume, Informationen und technischen Gerätschaften zur Verfügung stellen.

Nach Ablauf der gesetzten Frist zeigt sich, ob eine Vision das Zeug hat, weiterentwickelt zu werden oder nicht. Manche Produkte schaffen es sogar bis zum ersten Testlauf mit Kunden und scheitern erst dann. Doch wer nicht wagt, der nicht gewinnt! Doch leider ist eine solche Experimentierfreude in vielen streng durchstrukturierten Unternehmen für Mitarbeiter noch tabu. Schluss damit!

3 – Mitarbeiter motivieren

Um im immer stärkeren Wettbewerb bestehen zu können, kommt es nicht nur darauf an, einzigartige Ideen zu kreieren. Sie sollten auch bis ins Letzte ausgefeilt sein – umso perfekter fällt das fertige Produkt aus. Dazu müssen Leader ihre Mitarbeiter zu maximalen Leistungen motivieren.

Das ist schwer in einer Welt, die durch Tempo, Konkurrenzdruck und Aufgabenverdichtung geprägt ist. Umso mehr müssen Digital Leader vorleben, dass auch sie selbst bis unter die Haarspitzen motiviert sind und einen Sinn in dem sehen, was sie tun – auch, wenn es hin und wieder zu Rückschlägen kommt. Schon ein Lächeln, ein offenes Ohr und Wort, ein angemessenes Feedback oder ein Schulterklopfen, wenn es mal nicht läuft, wie es soll, können Wunder wirken.

Die Führungskraft sollte außerdem alle laufenden Projekte positiv unterstützen. Etwa indem immer die perfekten Mittel und Kollaborationsformen bereitstehen, damit die Arbeit auf höchstem Niveau vorangehen kann.

Nichts ist zum Beispiel ärgerlicher, als durch lahme Systeme ausgebremst zu werden. Außerdem ist die Führungskraft Kommunikator gegenüber anderen Abteilungen und der Chefetage: Ihr Sache ist es, Werbung für die Ideen der eigenen Mitarbeiter zu machen.

4 – Entschlossenheit ist Trumpf

70 Prozent aller Change-Projekte in Unternehmen gehen schief, weil Führungskräfte erst begeistert in Richtung Neues stürmen und wieder reumütig zurückrudern, wenn erste Hindernisse auftauchen.

Echte Digital Leader müssen dagegen mit jeder Faser ihres Körpers entschlossen sein, die anstehenden Veränderungen und die selbstgesteckten Ziele zu erreichen. Das ist ohne Zweifel eine Mammutaufgabe. Daher sollten sie sich nicht scheuen, selbst das in Anspruch zu nehmen, was sie ihren Mitarbeitern geben wollen: Coaching und eine Anleitung, gemeinsam den richtigen Weg zu finden.

Wer wäre hier ein besserer Sparringpartner als HR? Gemeinsam sollten zum Beispiel Personalentwicklungsmaßnahmen für Führungskräfte eruiert werden, die ihnen das richtige Mindset und die passenden Managementtools an die Hand geben. So sieht eine angemessene Vorbereitung auf die Verantwortungsbereiche des Digital Leadership aus.

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