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New Work, New Leadership: Fünf Tipps für junge Manager

5. Januar 2016 0


New Leadership

Bild: Fotolia

Schnell, schneller am schnellsten: Unternehmen wachsen heute dreimal so schnell als noch vor zehn Jahren. Doch nur selten ist die Expansion von Dauer. Noch nie wurden Marktführer von der Konkurrenz so rasch wieder vom Spitzenplatz verdrängt. Und so folgt auf ein überproportionales Wachstum oft der Prozess des Gesundschrumpfens. Eine der Folgen: Teamstrukturen ändern sich permanent, nichts ist von Dauer, Unsicherheit ist ein ständiger Begleiter. Das muss durch neuartige Personalführungs-Methoden abgefedert werden. Wie New Leadership gelingen kann…

 

Wie volatil die Arbeitswelt ist, lässt sich am Beispiel der Big Player der IT Branche veranschaulichen: Innovation ist die einzige Versicherung für Erfolg – und so kommt es zu einem nie dagewesenen Wettrüsten der Firmen. Exzellente Produkte müssen mit jedem Update noch exzellenter ausfallen, die Konzerne machen sich Konkurrenz im eigenen Haus und versuchen sich mit jedem neuen Smartphone, Tablet oder Laptop selbst zu übertrumpfen. Klappt dieses Unterfangen nicht, rächt sich das durch einbrechende Absatzzahlen und abfallende Aktionenkurse. Und schon kann ein Unternehmen, das eben noch zu den ganz großen gehörte, ins Bodenlose abstürzen. Konzerne wie Apple, Microsoft, IBM und Co. können ein Lied davon singen. Was folgt, sind Restrukturierungen und Umbaumaßnahmen – im Prinzip sind das aber nur die schöneren Worte für Massenentlassungen.

 

New Leadership: Digitalisierung wirkt sich auf alle Bereiche aus

Doch dieses Phänomen ist längst nicht mehr nur auf die IT vorbehalten. So oder so ähnlich geht es inzwischen in fast allen Bereichen zu. Denn der digitale Wandel peitscht das Tempo von Unternehmensprozessen inzwischen branchenübergreifend an.

Immer mehr Vorgänge werden an Kollege Computer ausgelagert, Produktzyklen somit immer kürzer und die Bedürfnisse der Kunden immer spezifischer. Der Druck, dem Arbeitnehmer infolgedessen ausgesetzt sind, ist immens:

  • Arbeit verdichtet sich zunehmend.
  • Unternehmensstrukturen werden – je nachdem, ob eine Firma gerade expandiert oder schrumpft – immer wieder aufgebrochen und neu zusammengewürfelt.
  • Hinzu kommt, dass junge High Potentials aufgrund des Fachkräftemangels früher in Personalverantwortung kommen als noch vor ein paar Jahren.

Nur zu logisch, dass die Personalführung hier die richtigen Weichen stellen muss. Denn in Zeiten des permanenten Change müssen auch die Mitarbeiter mitgenommen werden.

 

New Leadership-Tipp eins: Alte Management-Zöpfe abschneiden

Dazu müssen im Prinzip alle bisherigen Managementregeln über Bord geworfen werden. New Work verlangt New Leadership:

  • Langfristpläne funktionieren nicht mehr, viel zu rasch wandeln sich die Anforderungen von außen.
  • Es gilt also Strukturen zu schaffen, die schnelle Entscheidungen und schnelle Innovationen ermöglichen.
  • Dafür braucht es in erster Linie eins: Mitarbeiter, die ihren Kopf gebrauchen und das auch dürfen.

 

New Leadership-Tipp zwei: Den Dialog suchen und fördern

New Leadership

Bild: Fotolia

Wie kann das gelingen? Die Botschaft, die nun kommt, könnte altgediente Führungskräfte schmerzlich treffen: Zunächst einmal hat der Manager als einsamer Entscheider ausgedient. Denn das Prinzip Top-down greift in der neuen Arbeitswelt naturgemäß nicht mehr. Schließlich kommen in einer Zeit der steigenden Komplexität in Fach-Abteilungen immer mehr Träger von Spezialwissen zusammen. Neue Ideen können also nur im Dialog von unten nach oben zustande kommen und nicht mehr von oben nach unten angeordnet werden.

 

Die Manager der neuen Arbeitswelt sind folglich die Instanz, die die Ideen aus ihrem Team bündelt, sie bewertet, sie in andere Abteilungen weiterreicht, um diese zu informieren oder zu involvieren. Ihnen obliegt es überdies, an Ideen zu feilen, aus Rohdiamanten Edelsteine zu machen.

 

New Leadership-Tipp drei: Denke das Unmögliche…!

Die Frage ist nur, wie lassen sich den Mitarbeitern solche Gedanken entlocken, denen – wenn überhaupt – nur noch der Feinschliff verpasst werden muss? Um das zu beantworten,  wenden wir uns einem konkreten Beispiel aus dem amerikanischen Silicon Valley zu, wo sich etwa die Methode des Design-Thinking zunehmend etabliert. Die Idee:

  • Arbeitnehmer werden von ihren Teamleitern gezielt dazu angeleitet, das Unmögliche zu denken.
  • Denn um nie dagewesene Innovationen zu schaffen, ist es wichtig, im ersten Schritt über die gedanklichen Grenzen, die man sich selbst setzt, hinauszugehen.

In etwa so:

  • Wie sähe der Prototyp eines Produkts wohl im Jahr 3030 mit dem 100-fachen des Budgets und völlig anderen Materialien aus?
  • Wie könnte man sich diesem Ideal unter den gegebenen Bedingungen bestmöglich annähern?

Klingt abgefahren. Dass aber genau das funktioniert, hat vor Jahren schon der verstorbene Apple CEO Steve Jobs vorgemacht, lange bevor der Begriff Design Thinking überhaupt die Runde machte. So soll er einmal den Prototypen eines iPod vor den Augen des Entwicklers ins Wasser geworfen haben. Seine Message gegenüber dem verblüfften Kollegen lautete: „An den aufsteigenden Luftblasen siehst du, wie viele Leerräume in dem Gerät bestehen. Baue ein so kompaktes Design, dass beim nächsten Mal keine Luft mehr entweicht.“ Wie das funktionieren könnte, nun, das wusste Jobs ebenso wenig. Er leitete den Entwicklungsprozess ja nur an, der umsetzende Experte saß ihm gegenüber. Das Ende der Geschichte: Jobs hatte den richtigen Riecher und der iPod wurde ein voller Erfolg.

 

New Leadership-Tipp vier: Umgang auf Augenhöhe

New Leadership

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Okay, okay. An dieser Stelle soll nicht unterschlagen werden, dass Jobs genau wegen solcher Aktionen bei seinen Mitarbeitern nicht eben beliebt war. Echtes Design Thinking verfolgt natürlich auch den Ansatz einer Kommunikation auf Augenhöhe. Dass junge Führungskräfte das entsprechende Handwerkszeug in speziellen Trainings erlernen müssen, liegt somit auf der Hand:

  • Kritik oder Verbesserungsvorschläge sollten konstruktiv, nicht verletzend geäußert werden.
  • Der Mitarbeiter sollte die Chance haben, sich an dem Prozess zu beteiligen und eben kein Befehlsempfänger sein.
  • Der Austausch mit dem Team oder anderen Abteilungen verlangt Managern Moderationsfähigkeiten ab.
  • Andererseits müssen Manager auch die Entscheidung treffen können, unter welchen Umständen es sich nicht mehr lohnt, eine Idee weiter zu verfolgen.
  • Und das muss entsprechend konsequent, aber auch mit der nötigen Empathie verkündet werden.

Steve Jobs zog in seinem solchen Fall bei seinen Mitarbeitern wortwörtlich den PC-Stecker: Damit waren alle ungesicherten Daten futsch und das Projekt beendet. Auf zu Neuem.

 

New Leadership-Tipp fünf: Mitarbeiter in den Prozess einbinden

So bitte nicht! Ein moderner Manager würde hier zweifellos nicht so selbstherrlich vorgehen. Das gemeinsame Gespräch wäre hier der Tat definitiv vorzuziehen. Mit dem Ergebnis, dass der Mitarbeiter die Kehrtwende auch innerlich akzeptiert, und sie nicht nur umsetzt, weil er muss. Und nur dann, wenn er dahinter steht, was er tut, bringt er sich letztlich auch voll ein. Und genau darum geht es!

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