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Selbstmanagement: Die Kunst sich selbst zu führen

2. Oktober 2015 0


Foto: Fotolia

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„Erst komme ich und dann die anderen.“ Ein Motto, das praktisch in jedem Lebensbereich mit der Etikette bricht. Mit einer Ausnahme! Beim Thema Führungskompetenz gilt: Nur wer sich selbst gut führt, kann auch andere führen. Experten bezeichnen das als Selbstmanagement oder Selbstführung.

 

Leadership is a lonely road – wer von der Team- auf die Leitungsebene wechselt, machte sich in der Vergangenheit darauf gefasst, einsame Pfade zu beschreiten und ebenso einsame Entscheidungen zu treffen. Richtig war das noch nie. In Zeiten der Digitalisierung kann das Beschreiten der Straße der Isolation jedoch verheerende Folgen haben.

Selbstmanagement: Bloß nicht auf einsamen Pfaden wandeln

Denn je länger ein Manager auf einsamen Pfaden wandelt, umso stärker zeichnet sich ab: Niemand teilt seine Ansichten, folgt seinen Ideen, treibt mit ihm Innovationen voran und umgekehrt. Fatal!

Denn in einer Zeit, in der Schnelllebigkeit die Märkte dominiert, hebelt der fehlende Anschluss ans Team die Handlungsfähigkeit einer Abteilung schnell aus: Weder werden Ideen von unten nach oben transportiert, noch von oben nach unten. Es kommt zum Stillstand.

Im Umkehrschluss gelingt Innovation nur, wenn zwischen Team und Chef eine enge Verbindung besteht, letzter seine Leute motivieren kann und mit ihnen einen regelmäßigen Austausch auf Augenhöhe pflegt.

Um dem gerecht werden zu können, müssen Führungskräfte bei sich selbst ansetzen. Stichwort: Selbstführung oder Selbstmanagement. Nur wer gegenüber den Mitarbeitern als Vorbild agiert, kann sie auf seinem Weg mitnehmen. Häufig unterschätzen Chefs ihre Vorbildfunktion gegenüber den Mitarbeitern jedoch erheblich. Denn diese hinterfragen praktisch in allen Bereichen immer wieder kritisch, ob das Geforderte mit dem Vorgelebten übereinstimmt.

Das wiederum ist nur dann möglich, wenn man

  • seine Ziele kennt,
  • weiß, welche Aufgaben man delegieren kann und welche nicht,
  • die selbst gesetzten Fristen einhält
  • und jederzeit überprüfbare Resultate der eigenen Arbeit vorlegen kann.

Hier setzt das Konzept der Selbstführung an.

Definition Selbstführung
Der Begriff Selbstmanagement oder Selbstführung bezeichnet die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten. Dazu gehören Teilkompetenzen wie zum Beispiel selbstständige Motivation, Zielsetzung, Planung, Organisation, Lernfähigkeit und Erfolgskontrolle. Quelle: Wikipedia

Selbstmanagement: Nicht allein auf Führungskräfte vorbehalten

Übrigens gilt das Konzept der Selbstführung nicht für Führungskräfte allein, sondern insbesondere auch für die High Potentials, also die Wissensarbeiter unserer Zeit. Ähnlich einem Manager müssen diese in einem meist eng bemessenen Zeitfenster eine Vielzahl von Aufgaben parallel bearbeiten und mit dem Team koordinieren – auch das funktioniert nur mit einem gerüttelt Maß an Selbstmanagement.

So jedenfalls beschreibt es Peter Drucker, einer der bedeutendsten Management-Autoren unserer Zeit: „Knowledge workers must, effectively, be their own chief executive officers. It’s up to you to carve out your place, to know when to change course, and to keep yourself engaged and productive during a work life… To do these things well, you’ll need to cultivate a deep understanding of yourself… how you learn, how you work with others, what your values are, and where you can make the greatest contribution.”

Selbstmanagement: Der Mehrstufenplan zum Erfolg

Das kann durch einen Mehrstufen-Plan in den Alltag übertragen werden:

  1. Ziele setzen: Wichtig ist, dass jedes Ziel, das man sich setzt, auch realistisch und erreichbar ist. Alles andere sorgt auf Dauer für Stress, den im Zweifel die Kollegen ausbaden müssen. Die Folgen sind absehbar: Schlechte Stimmung und Demotivation. Helfen kann beispielsweise die ABC-Methode, bei der anfallende Aufgaben nach ihrer Wichtigkeit geordnet werden. A steht für sehr wichtig, B für weniger wichtig und C für kaum wichtig. Führungskräfte sollten bei jeder Aufgabe prüfen, welche sie selbst erledigen, welche delegiert oder vielleicht sogar verworfen werden können.
  2. Umsetzungsplan erarbeiten: Hierbei kann die so genannte ALPEN-Methode helfen, bei der die Dauer für die Umsetzung der zuvor definierten Ziele geschätzt und in einen Zeitplan eingetragen wird. ALPEN steht übrigens für Aufgaben und Länge definieren, Pufferzeit einplanen und Entscheidungen treffen. Wichtig dabei ist, die Bearbeitungszeit für die einzelnen Ziele großzügig zu bemessen. So können im Team vereinbarte Deadlines zuverlässig eingehalten werden.
  3. Regelmäßige Fortschritts- und Erfolgskontrollen: Um nachvollziehen zu können, ob langfristig gesetzte Ziele gemäß dem gesetzten Zeitplan voranschreiten, sollten sie messbar sein. Hierzu sucht man sich ein Maß, das in Verbindung zum Ziel steht: Will man beispielsweise die beste Website innerhalb einer Branche mit einem neuen Design, wäre ein möglicher Indikator hierfür die Zahl der Zugriffe zu tracken. Anhand dessen lässt sich leicht der Erfolg eines Zieles ablesen.
  4. Maßnahmen zur Effizienzsteigerung: Je nachdem, wie erfolgreich ein Ziel umgesetzt wurde, lassen sich daraus Methoden und Wege zur Effizienzsteigerung ableiten.

Ein gutes und effizientes Selbstmanagement zahlt sich auf Dauer aus, da es die Grundlage für ein bewältigbares Arbeitspensum schafft und so auch Raum für das Miteinander im beruflichen Kontext sorgt: Der kurze Plausch in der Kaffeeküche oder der entspannte gemeinsame Gang in die Kantine sorgen auf allen Ebenen für einen wertschätzenden Umgang miteinander.

Selbstmanagement: Auch auf das Zwischenmenschliche kommt es an!

Auch diese kulturellen und zwischenmenschlichen Werte sind Teil eines effektiven Selbstmanagements, ebenso übrigens wie die eigene Work Life Balance im Blick zu behalten. Gute „Selbstmanager“ achten darauf, dass auch der Freizeitausgleich nicht zu kurz kommt und genügend Luft für Familie und Hobbies besteht. Hierfür sollte im Zeitplan also auch noch Platz sein.

All das wirkt sich erheblich auf die Performance innerhalb eines Unternehmens aus. Denn motivierte Mitarbeiter sind nun einmal leistungsfähiger. Und lebt ihnen der Chef Ausgeglichenheit vor, ist die Chance umso höher, dass sie es ihm gleich tun. (Foto: pixelio)

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