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Stellen streichen? Personalplanung nach der Pandemie

14. Juli 2020 0


Sorgenkind Konjunktur: Die globale Wirtschaft hat unter der Coronavirus-Pandemie massiv gelitten und Personalverantwortliche müssen dieser Tage mitunter unangenehme Entscheidungen treffen. Einige denken angesichts der aktuellen Konjunkturdelle zum Beispiel darüber nach, Stellen zu streichen. Doch das ist nicht immer der Weisheit letzter Schluss, wie die bald erscheinende APRIORI-Studie zum Thema „Adaptive Workforces“ nahelegt.

Überblick über die aktuelle Marktsituation

Um die Ausbreitung der Neuinfektionen einzudämmen und einer Überlastung des Gesundheitswesens entgegenzuwirken, nahmen Anfang 2020 viele Länder über Wochen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit, einen weitgehenden Stillstand des öffentlichen Lebens sowie der Wirtschaft in Kauf. Jetzt sehen wir uns massiven konjunkturellen Einbrüchen gegenüber.

Wann sich die Wirtschaft wieder erholt, steht in den Sternen. Eine zuverlässige Prognose gibt es nicht. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  • Die hohe Unsicherheit über die weitere Verbreitung des Virus und eine mögliche zweite Infektionswelle.
  • Die unterschiedlich schnelle Wirksamkeit der von den Regierungen ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie.

Sollen Unternehmen Stellen streichen?

Damit haben Unternehmen, die aktuell ihren Personalbedarf planen, ein Problem. Welche Schritte sollten jetzt zu ergriffen werden? In vielen Fällen liegt angesichts der Konjunktureinbrüche der Gedanke an Stellenstreichungen nahe. Michael Knörzer, Leiter des HR:Lab bei APRIORI und Wissenschaftlicher Studienleiter an der eufom Business School in Frankfurt, rät vor vorschnellen Entscheidungen ab. „Natürlich müssen sich Unternehmen neu aufstellen, Prozesse überdenken und den Kostendruck abfedern. Es besteht aber auch eine gewisse Gefahr“, betont Knörzer. „Wenn wir unsere Personaldecken aber immer nur mit dem knappst möglichen Level kalkulieren, kann sich das rächen.“

Keiner weiß zum Beispiel, wie sich die umfassenden Störungen globaler Lieferketten der letzten Monate auf transnationale Geschäftstätigkeiten auswirken. Viele Firmen könnten ihre Produktion aus dem Ausland wieder zurück an den heimischen Standort verlagern. „Nehmen wir den Bereich des Engineering. Hier wird es in den kommenden Monaten eine große Rolle spielen, nationale Produktionsstandorte wieder zu stärken – in den letzten Wochen wurde deutlich, wie anfällig die derzeitigen Lieferketten sind und welche geschäftsschädigenden Auswirkungen das auf die hiesige Industrie hat“, sagt Knörzer. „Im Bereich Life Sciences könnte ich mir sogar vorstellen, dass der Gesetzgeber künftig vorschreibt, dass besonders wichtige  Medikamente und Medizintechnik wieder in Deutschland, zumindest aber in der EU, produziert werden müssen.“

Vorsicht vor einer zu kurzsichtigen Denkweise

Gerade in diesen Bereichen wäre es mehr als kurzsichtig, jetzt Stellen zu streichen, die in kürzester Zeit wieder mühsam aufgebaut werden müssten. „Dann stehen unter Umständen die klügsten Köpfe bei einem anderen Arbeitgeber in Lohn und Brot und man hat wertvolle Potenziale verschenkt“, warnt Professor Michael Knörzer.

In der bald erscheinenden Apriori-Studie „Adaptive Workforces“ ist nachzulesen, wie es besser geht. Entscheidend, um auf unvorhergesehene wirtschaftliche  Situationen flexibel reagieren zu können, ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen der Stamm- und der Randbelegschaft, heißt es hier.

Ausgewogenes Verhältnis zwischen Stamm- und Randbelegschaft

In der Stammbelegschaft findet sich das Personal mit unbefristeten Arbeitsverträgen. Diese Arbeitskräfte haben Zugang zu verschiedenen Karrieremodellen innerhalb des Unternehmens und sind Teil des Vergütungssystems sowie interner Personalentwicklungsmaßnahmen. Die deutlich flexibler einsetzbaren Randbelegschaften werden hingegen über sogenannte davon abweichende ‚atypische‘ Beschäftigungsverhältnisse wie befristete Arbeitsverträge, freie Dienst- und Werkverträge oder Arbeitnehmerüberlassung gebildet.

Über ein ausgewogenes Verhältnis von Kern- zu Randbelegschaften können es Unternehmen schaffen, ihre Personalressourcen passgenau an der aktuellen Wirtschaftslage auszurichten. In Krisenzeiten findet der Abbau von Stellen zum Beispiel höchstens in der Randbelegschaft statt, während die sich in der Stammbelegschaft befindlichen wichtigen Leistungsträger des Unternehmens geschützt sind. Aufgabe von HR ist es, für den eigenen Betrieb, die optimale Balance zwischen Kern- und Randbelegschaft zu finden.

Sie möchten mehr darüber erfahren? Unsere bald erscheinende Apriori-Studie „Adaptive Workforces“ liefert Aufschluss und steht in Kürze hier zum kostenlosen Download bereit. Wir informieren Sie über das Erscheinen in unserem Blog und auf unserer Webseite.

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