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Fachkräftemangel in der IT? Ein lösbares Problem!

Branchentrend IT, Fachkräftemangel 27. September 2018 0


Die IT-Branche wächst, wächst und wächst. „Wir kommen mit 2,2 Prozent Umsatzwachstum aus dem Jahr 2017“, konstatierte Achim Berg, Präsident des Digitalverbands Bitkom, Anfang des Jahres bei einer Pressekonferenz in Berlin. Seine Prognose für das laufende Jahr fiel ebenso euphorisch aus: Eine weiterhin stabile Konjunktur mit einem zu erwartenden Rekord-Wachstum. Berg: „Die Stimmung ist so gut wie lange nicht mehr.“ Die Auftragsbücher von Software-Anbietern und IT-Dienstleistern seien voll. Wäre da nur nicht das Problem mit dem Fachkräftemangel: Der Branche gehen die Fachkräfte aus. Doch es gibt Lösungsansätze.

IT-Branche im Aufwind

Die Erfolgsgeschichte der IT-Branche ist beispiellos. Allein im Jahr 2017 entstanden rund 45.000 neue Arbeitsplätze. Damit verzeichnete der Sektor der Informations- und Kommunikationstechnologie den historisch stärksten Beschäftigungszuwachs innerhalb eines Jahres.

In diesem Jahr kommen summa summarum weitere 42.000 Stellen dazu. Damit wären zum Jahresende gut 1,1 Millionen Menschen in dem Boomsektor beschäftigt, was einem Anstieg um 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspräche. Dreiviertel aller Unternehmen melden Bedarf an neuen Fachkräften an.

Fachkräftemangel: Boom in der IT könnte noch höher ausfallen

Der Aufstieg könnte aber noch höher ausfallen, wäre da nicht dieser Wehrmutstropfen, der die Wachstumsaussichten trübt: Der Fachkräftemangel. Aktuell können zig offene Arbeitsplätze für IT-Spezialisten nur schwer besetzt werden und die Lücke geht eher auf statt zu. Das geht aus der Studie Recruiting Trends hervor, die die Universität Bamberg seit über 15 Jahren erhebt.

Sie wertet den Fachkräftemangel als ein branchenübergreifendes Phänomen, wobei die IT-Branche besonders unter ihm zu leiden hat. In der Studie heißt es: „Im Durchschnitt erwarten die Top-1.000-Unternehmen für das Jahr 2018 120 Vakanzen. Bei den Top-300-Unternehmen der IT Branche sind es sogar 215 Vakanzen – fast 80,0 Prozent mehr als bei den Top-1.000-Unternehmen.“

Fachkräftemangel erzeugt erhebliche Besetzbarkeitsprobleme

Als wäre das noch nicht schlimm genug, geht es aber noch weiter: „Knapp vier von zehn Vakanzen der Top-1.000-Unternehmen werden (…) schwer zu besetzen sein, jede zwanzigste Vakanz gar nicht. In der IT wird die Hälfte der Vakanzen schwer zu besetzen sein und knapp 13,0 Prozent gar nicht.“

Gesucht werden vor allem Experten für das Thema „Industrie 4.0“. Sie sollen die digitalen Weichen für die zunehmende Verschmelzung von Produktion und Informations- und Kommunikationstechnik in fertigenden Betrieben stellen.

Welche Jobprofile am meisten gesucht werden

Laut Analysen des Digitalverbands Bitkom stehen insbesondere Softwareentwickler hoch im Kurs: 63 Prozent der befragten Unternehmen aus der IT- und Telekommunikationsbranche suchen dringend nach Anwendungsentwicklern. Gefragt ist ihre Expertise in punkto:

  • Big-Data
  • Apps
  • Cloud-Computing

Doch in diesem Bereich ist der Arbeitsmarkt wie leergefegt, klagt Bitkom-Geschäfsführer Bernhard Rohleder und ergänzt: „Wir suchen auch Bindestrich-Informatiker.“ Mit Kernkompetenzen in anderen Bereichen wie Life-Sciences oder Engineering.

Die Auswirkungen des Fachkräftemangels sind immens

Fest steht: Gelingt es den Arbeitgebern nicht, ihren Fachkräfteengpass zu decken, hinken sie über kurz oder lang hinter gängigen Digitalisierungsstandards hinterher. Das ist in Zeiten des sich verschärfenden globalen Wettbewerbs gar nicht gut für den eigenen Wettbewerbsfaktor. Laut aktuellen Umfragen bekommen 57 Prozent der mittelständischen Unternehmen schon heute Umsatzeinbußen als Folge des Fachkräftemangels zu spüren. Dem deutschen Mittelstand entgehen damit bereits hochgerechnet insgesamt 53,4 Milliarden Euro pro Jahr.

„Wir sehen hier deutlichen Handlungsbedarf, müssen in vielen Dingen digitaler rangehen“, betont Bitkom-Chef Berg daher. Der für ihn wichtigste Punkt: Die Förderung der digitalen Bildung. Der Begriff digitale Bildung umfasst den Erwerb von Wissen und Kompetenzen, die Menschen dazu befähigen, an einer medialen und technischen Welt teilzuhaben. Sprich: Es muss mehr in die Ausbildung von IT-Fachkräften investiert werden.

Bundesregierung bringt DigitalPakt auf den Weg 

Erste Weichen sind gestellt. Die große Koalition will den in diesem Zusammenhang bereits mehrfach angekündigten DigitalPakt mit fünf Milliarden Euro in den nächsten fünf Jahren unterfüttern. Dieser hat zwei Ausrichtungen. Zum einen wird in die digitale Ausstattung von Schulen investiert. Zum anderen kümmern sich die Länder und Kommunen um die Qualifizierung von Lehrkräften, den Betrieb und die Wartung der angeschafften Geräte sowie die Erarbeitung pädagogischer Konzepte.

In den Augen von Bitkom-Mann AchimBerg greift das aber noch zu kurz: Nötig seien auch neue Lehrstühle, fordert er. Zum Beispiel im Bereich der Künstlichen Intelligenz (KI). Auch die Weiterbildung in den Firmen bezeichnet Berg als wichtig. Zudem müsse die Politik „den Markt für ausländische Arbeitskräfte attraktiver machen“ und die Zuwanderung entsprechender Spezialisten erleichtern.

Kurzfristige Hilfsmaßnahmen gegen den Fachkräftemangel

Letztes, um offene Stellen kurzfristig besetzen zu können. In diesem Zusammenhang sollten Unternehmen auch über die Arbeitnehmerüberlassung als Personalbeschaffungstool nachdenken. In der Vergangenheit heuerten in diesem Sektor eher Aushilfskräfte an. Inzwischen sind hier durchaus auch High Potentials zu finden. Laut Erhebungen der Bundesagentur für Arbeit liegt der Anteil an Akademikern in der Zeitarbeit bei rund zehn Prozent – ein Rekordwert.

Für die wachsende Beliebtheit der Personalbeschaffung unter Hochqualifizierten gibt es gleich mehrere Gründe. Zum Beispiel hat das Equal Pay-Gesetz für eine fairere Bezahlung von Leiharbeitnehmern gesorgt. Seit April 2017 müssen Zeitarbeitnehmer nach neun Monaten genauso bezahlt werden wie reguläre Arbeitnehmer.

Immer mehr Fachkräfte oder High Potentials erkennen in der Zeitarbeit aber noch aus einem ganz anderen Grund ein vielversprechendes Sprungbrett für die eigene Karriere. Wer sich auf dem Jobmarkt umsieht, ist gerade in Bereichen wie der IT schnell überfordert von der Vielzahl an Angeboten. Wie das beste auswählen?

Hochspezialisierte Personaldienstleister nehmen Talenten die Qual der Wahl ab, qualifizieren Jobangebote für sie vor und bieten ihnen nur Anstellungen an, die exakt zu ihren Neigungen passen. Stimmt die Chemie steht einer Festanstellung bei dem Leiharbeitsunternehmen meist nichts im Weg. Im gegenteiligen Fall kann sich das Talent innerhalb der Festanstellung beim Personaldienstleister in einem anderen Umfeld ausprobieren. Mehr Service geht nicht.

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