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Delegieren: 3 Gründe, warum Sie Aufgaben abgeben sollten

20. Oktober 2017 0


Eine Führungskraft muss lernen loszulassen. Wer als Manager an seinen Aufgaben klebt und sie nicht delegiert, läuft Gefahr, sich zu verzetteln und den Überblick zu verlieren. Es gibt aber noch mehr gute Gründe, warum Delegieren zum Handwerkszeug eines guten Managers gehört.

„Das grundlegende Geheimnis der Kunst des Managens besteht im Delegieren.“ Das wusste schon der 1930 geborene Cyril Northcote Parkinson, britischer Historiker, Soziologe und Publizist.

Delegieren: Manager und Mitarbeiter profitieren

Aus gutem Grund: Aufgaben zu übergeben, ist nicht nur für Manager wichtig, um Überforderung zu vermeiden, sondern auch für Mitarbeiter. Zum Beispiel profitiert das Team von neuen, interessanten Arbeitsfeldern und Aufgaben, bei denen es seine Fähigkeiten weiterentwickeln kann.

So können Potenzialträger leichter identifiziert und im Alltag gezielt gefördert werden. Das steigert die Arbeitsmoral und die Mitarbeiterzufriedenheit, weil die Mitarbeiter sehen, dass die Führungskraft nicht nur die eigene Karriere im Blick hat, sondern auch das Vorankommen des Teams.

Delegieren: Warum viele Führungskräfte Angst davor haben

Allerdings tun sich viele Führungskräfte schwer damit, Aufgaben oder Verantwortlichkeiten aus der Hand zu geben. Gründe dafür gibt es viele. Oftmals haben Manager Angst, die Kontrolle zu verlieren oder trauen ihren Mitarbeitern nicht zu, herausfordernde Aufgaben zu bewältigen.

Vielleicht haben sie auch schon schlechte Erfahrungen gemacht und haben die Befürchtung, erneut ein Desaster zu erleben. Nicht selten führt auch der Wunsch nach Anerkennung dazu, lieber keine Aufgaben zu übertragen: Mancher Manager fürchtet Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Vielleicht erledigt ein Mitarbeiter die Aufgaben ja besser als man selbst! Was dann? Wird man dann überflüssig? Man will sich ja nicht den eigenen Ast absägen, auf dem man sitzt!

So zu denken, ist allerdings ein großer Fehler. Denn im Grunde beendet genau das die eigene Karriere auf direktem Weg. Denn das Festhalten an Aufgaben legt die ganze Abteilung lahm. Der Vorgesetzte ist dauernd überlastet und häufig schlecht gelaunt, während das Team beschäftigt ist, die immer gleichen Routinetätigkeiten abzuarbeiten. Langweilig und nicht besonders motivierend!

Und was machen demotivierte Mitarbeiter? Richtig: Sie engagieren sich nicht übermäßig, sitzen ihre Zeit ab, bringen sich nicht mit weiterführenden Gedanken ein und springen schlimmstenfalls sogar ab. Andere Arbeitgeber haben auch schöne Jobs!

Warum Delegieren immer wichtiger wird

Daher gibt es mindestens 3 gute Gründe, die für das Delegieren von Aufgaben sprechen:

  1. Delegieren erzeugt bessere Arbeitsergebnisse
  2. Delegieren macht den Manager besser
  3. Stressreduktion und besseres Arbeitsklima

1. Bessere Arbeitsergebnisse durch Delegation

Selbst Führungskräfte kleinerer Teams koordinieren heutzutage Mitarbeiter, die häufig über die unterschiedlichsten Kompetenzen verfügen und jeweils Experten über ihren eigenen Bereich sind.

In Marketing-Abteilungen gibt es beispielsweise PR-Spezialisten, Performance Manager, Content Experten, Social Media Consultants, Eventmanager und, und, und. Ein Manager kennt sich zwar in all dem ein wenig aus, verfügt aber meist selbst über eine zugespitzte Expertise über einen spezifischen Bereich, den er als Teammitglied gelenkt hat.

Es liegt also auf der Hand: Manager können nicht in allen Bereichen gleich gut sein. Es gibt immer Tätigkeiten, die andere einfach besser können als man selbst. Das ist kein Versagen oder Versäumnis, sondern heutzutage völlig normal.

Diese Teams können nur durch perfekt organisierte Delegationsstrukturen geführt werden. So sollte für jede Aufgabe die Person gefunden werden, die sie mit ihrer spezifischen Kompetenz optimal bearbeiten kann. Nur auf diese Weise können präzise Arbeitsergebnisse erzielt und Unternehmensziele erfüllt werden.

Der verstorbene Apple-CEO Steve Jobs soll das einmal so beschrieben haben: „Musiker spielen Instrumente, ich leite das Orchester.“ Genau dieses Spiel müssen Manager in High Performance Umfeldern beherrschen: Sie müssen die Kompetenzen ihrer Mitarbeiter perfekt kennen und sie so einsetzen, dass sie diese optimal entfalten können. Am Ende entsteht ein Produkt, auf das alle stolz sein können.

2. Delegieren macht den Manager besser

Wer Aufgaben abgibt und die behält, die er selbst bearbeiten kann, macht nicht nur andere besser, sondern auch sich selbst. Schließlich kann sich der Manager parallel zu seiner Führungsrolle auf seine eigenen Kernkompetenzen konzentrieren und diese Stück für Stück verfeinern. Auch an seiner Führungskompetenz kann er kontinuierlich arbeiten, die er gemeinsam mit dem Management und HR sukzessive durch gezielte Führungskräftetrainings ausbauen kann.

Das Ergebnis dieser Arbeitsteilung innerhalb eines Teams ist nicht nur maximale Zufriedenheit in der Abteilung, sondern häufig auch ein Karriereschub für alle Beteiligten: Denn die Qualität der Ergebnisse hebt sich von der anderer Abteilungen ab. Spätestens dann entpuppt sich die Angst vieler Manager, die eigene Karriere durch die Abgabe von Aufgaben zu torpedieren, als grundlegend falsch.

Denn auch das Upper-Management weiß: Führung bedeutet heutzutage eine perfekte Teamkoordination, Personaleinsatzplanung und Mitarbeiterentwicklung. Wer diesen Dreiklang beherrscht, leitet sein Team inhaltlich zu Großem an. Dieser Erfolg spült die eigenen Leute, aber auch den Manager weiter nach oben.

3. Stressreduktion und besseres Arbeitsklima

Last but not least dient die Fähigkeit zu delegieren dazu, Stress zu vermeiden. Wer Aufgaben konsequent an seine Mitarbeiter verteilt, vermindert die eigene Arbeitslast. Gleichzeitig stellt er sicher, dass jeder Aufgaben erledigt, für die er sich nachhaltig interessiert und die er gerne erledigt.

Das sorgt für eine gesteigerte Anerkennung als Führungskraft, einer nachhaltigen Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen und ein verbessertes Betriebsklima, weil alle mit Spaß bei der Sache sind.

Also: So Vieles spricht dafür, Aufgaben abzugeben – auch wenn es anfangs weh tut. Das geht spätestens dann vorbei, wenn sich die ersten Erfolge einstellen und die Sektkorken knallen.

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