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Digitalisierung im Gesundheitswesen: Die 4 größten Trends

Digitalisierung im Gesundheitswesen 7. Mai 2019 0


Digitalisierung im Gesundheitswesen: Die Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) ist aus den meisten Branchen nicht mehr wegzudenken. Auch nicht aus dem Gesundheitswesen. Hier bietet sie vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Welche Trends haben das größte Zukunftspotential?

1 – Digitalisierung im Gesundheitswesen: Gesundheits-Apps und mobile Health

Es gibt praktisch nichts, wofür es keine App gibt. Auch im Gesundheitswesen dürften Apps in Zukunft eine größere Rolle spielen. Stichwort: „Mobile Health“ oder „mHealth“. Hierbei wird die Gesundheitsversorgung über mobile Endgeräte geleistet: Smartphones, Phablets, Tablets bis hin zu Wearables.

Gesundheitsbezogene Apps können schon heute auf diesen Geräten vielfältig eingesetzt werden. Im Zweifel retten die mHealth-Anwendungen sogar Leben. Erst jüngst geriet ein 67-jähriger Norweger in die Schlagzeilen. Er war in seinem Badezimmer gestürzt, ohnmächtig geworden und hatte stark geblutet, als ihn der Rettungsdienst fand.

Alarmiert wurden die Retter von der smarten Uhr am Handgelenk des Mannes, die über eine Funktion zur Sturzerkennung verfügt. Der Mann, der sich mehrere Schädelfrakturen zugezogen hatte, hätte den Unfall ohne das Gerät wahrscheinlich nicht überlebt.

Junger Markt mit großem Potenzial

Das Beispiel zeigt: Dieser noch junge Markt verfügt über großes Potenzial. Allerdings ist dieses nicht hinreichend erschlossen. Noch ist die App-Landschaft für den Bereich mHealth extrem unübersichtlich. In den App Stores vermischen sich ernstzunehmende Angebote mit Apps mit zwiespältigem Hintergrund. Damit das Thema mHealth wirklich in Schwung kommt, bedarf es einiger Voraussetzungen, deren Erfüllung aber nur noch eine Frage der Zeit sein dürfte:

  1. Es muss mehr Qualität am Markt geschaffen werden
  2. Nutzergruppen muss mehr Orientierung geboten werden
  3. Innovationen müssen schneller die allgemeine medizinische Versorgung integriert werden

2 – Digitalisierung im Gesundheitswesen: Kommt die Telemedizin?

Kommen wir zu einem weiteren Trend, der in Bezug auf die Digitalisierung im Gesundheitswesen intensiv diskutiert wird. Es herrscht Ärztemangel. Immer mehr Menschen sind von einer nahtlosen medizinischen Versorgung abgeschnitten. Gerade im ländlichen Raum sind Haus- und Fachärzte rar. Wie können Patienten dennoch in den Genuss einer guten medizinischen Versorgung kommen? Die Antwort drauf lautet: Telemedizin.

Das Prinzip: Patienten lassen sich per Computer oder Smartphone von Ärzten behandeln, auch wenn diese kilometerweit entfernt sind. Herzinsuffizienzpatienten messen dann zum Beispiel zu Hause Blutdruck, EKG und Gewicht und Spezialisten in der Ferne überwachen ihre Werte. Das könnte die Früherkennungsrate von Krankheiten steigern und Klinik-Aufenthalte reduzieren. Entsprechende Tests laufen zum Beispiel in der Berliner Charité. Die Zukunftsprognose der Telemedizin: Gut bis sehr gut.

3 – Big Data im Gesundheitswesen

Das führt direkt zum nächsten Trend in Sachen Digitalisierung im Gesundheitswesen. Sowohl im Bereich mHealth als auch in der Telemedizin und vielen weiteren Sektoren werden jede Menge Daten produziert. Allein die AOK, mit 24 Millionen Versicherten Deutschlands größte gesetzliche Krankenversicherung, sammelt Daten zu jährlich sechs Millionen Behandlungsfällen in 2.000 Krankenhäusern, sowie die jeweils dazugehörigen 55 Millionen Diagnosen, 18 Millionen Prozeduren und 55 Millionen Entgeltinformationen. Und das ist nur eines von vielen Beispielen, in denen Daten en masse zusammenlaufen.

Entsprechend herrscht unter Big Data Experten Goldgräberstimmung. Erfolgreiche Projekte belegen schon heute eindrucksvoll, welches Potenzial in der Analyse großer Datenmengen steckt. Das University Hospital Southampton gehört zu den ersten Interessenten für eine konkrete Big-Data-Anwendung. Hier wollen Ärzte der Neurologie in Erfahrung bringen, ob eine Multiple Sklerose früher diagnostiziert werden kann.

Der Hintergrund: Häufig werden Patienten mit Symptomen wie Seh- oder Gleichgewichtsstörungen zunächst gegen Schwindel behandelt. Eine mögliche MS-Erkrankung wird oft zu spät erkannt. Bei der Big Data Technologie geht es darum, in einer großen Masse an Daten Muster und Abhängigkeiten zu finden, die bisher noch nicht aufgefallen sind.

Solche Analysen könnten auch in vielen anderen medizinischen Bereichen neues Wissen zu Krankheitsentstehung, Prävention und individualisierter Therapie hervorbringen. Werden gleichzeitig ökonomische Daten einbezogen, führt das nicht nur zu einer Optimierung der medizinischen Versorgung, sondern auch zu Kosteneinsparungen. Doch das ist noch Zukunftsmusik – was aber natürlich nicht heißt, dass Experten nicht längst an den entsprechenden Anwendungen tüfteln würden. Und weitere kluge Köpfe werden händeringend gesucht.

4 – digitale Gesundheitsleistungen für Krankenversicherte

Etwas greifbarer ist dagegen, das Thema digitale Krankenversicherung. Diese ist bereits Realität. Mit Ottonova gibt es seit kurzem die erste volldigitalisierte private Krankenversicherung in Deutschland.

Sämtliche Bürokratie lässt sich mit dem Smartphone erledigen:

  • Rechnungen abfotografieren und einreichen
  • Mit dem Kundenservice chatten statt telefonieren
  • Es gibt auch eine telemedizinische Beratung

Digitalisierung im Gesundheitswesen: Fachkräfte dringend gesucht

Die aufgeführten Trends zeigen: Digitale Trends werden das Gesundheitswesen künftig deutlich stärker prägen und viele Chancen bieten. Zum Beispiel wird die Digitalisierung ein große Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung von Therapien, bei Patientenversicherungen und der klinischen und ärztlichen Versorgung spielen. Bis es soweit ist, wird es noch dauern. Denn die Anwendungen sind komplex, basieren auf sehr großen Datenmengen und kniffligen Algorithmen. Diese müssen erst aufgebaut werden. Vielfach fehlt es auch noch an gesetzlichen Grundlagen und der technischen Infrastruktur.

Doch eines ist gewiss: Das Potenzial eines digitalen Gesundheitswesens ist gewaltig. Und so suchen Innovatoren schon heute nach Experten, die sich sowohl in Gesundheitsthemen als auch in punkto IT auskennen. Doch High Potentials, die über eine so dezidierte Expertise verfügen, sind mehr als rar.

Hier helfen spezialisierte Personalberatungen, gesuchte High Potentials aufzuspüren. Eine gängige Alternative ist die Zeitarbeit, in der sich immer mehr Akademiker tummeln. Sie hilft, Engpässe kurzfristig abzufedern – oftmals ergeben sich aus einem Entleihverhältnis auch langfristige Arbeitsbeziehungen. Mit dem richtigen Personalvermittler an der Seite finden Unternehmen auch in stark ausgedünnten Arbeitsmarktbereichen die Fachkräfte, nach denen sie suchen. So steht einem digitalen Gesundheitswesen nichts im Weg. (Bild: shutterstock)

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