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Engineering: Der Arbeitsmarkt für Ingenieure

Vorbild 11. September 2018 0


Zeit zum Aufatmen im Engineering? Die Wogen auf dem Arbeitsmarkt scheinen sich geglättet zu haben. Jedenfalls, wenn es nach der Bundesagentur für Arbeit geht. Dieser zufolge gibt es keinen Fachkräftemangel im Engineering. Höchstens einen Engpass. Branchenverbände sehen das allerdings anders und warnen: Während sich angehende Ingenieure über beste Berufsaussichten freuen, sind die Herausforderungen für Arbeitgeber, ihre Personaldecke stabil zu halten, gewaltig. 

Fachkräftemangel im Engineering: Ja, nein, vielleicht?

Lange beklagten Arbeitgeber den Fachkräftemangel in Deutschlands Engineering-Branche. Inzwischen scheint der Sektor seine Nachwuchsprobleme in den Griff bekommen zu haben.

Der Bedarf an Ingenieuren ist zwar immer noch groß. Doch die große Nachfragewelle ist abgeebbt, so dass laut der Bundesagentur für Arbeit nicht mehr von einem Fachkräftemangel die Rede sein kann. 

In dem Bericht  „Blickpunkt Arbeitsmarkt“ von Februar 2018  heißt es: „Das Nachfragehoch der Jahre 2011 bis 2013 wurde nicht mehr erreicht. (…) Steigende Absolventenzahlen haben dazu geführt, dass z.B. im Maschinenbau und der Elektrotechnik nach Daten und Berechnung der Bundesagentur für Arbeit kein Fachkräftemangel mehr erkennbar ist.“

Arbeitsmarktstatistiken: Kein wirkliches Aufatmen im Engineering

Klingt erstmal gut. Wer sich die Arbeitsmarkt-Zahlen aber einmal genauer anschaut, erkennt: Aufatmen können Engineering-Betriebe keinesfalls.

Die Statistiken weisen lediglich darauf hin, dass sich Stellen in dem meisten Bereichen des Engineerings etwas schneller besetzen lassen als noch vor fünf Jahren. Im Schnitt dauert dieser Prozess inzwischen nicht mehr fünf, sondern „nur“ noch 4,2 Monate. 

Fachkräfteengpass im Engineering: Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt

Diese Nachricht ist für Arbeitgeber im Engineering nun wirklich kein Grund zum Jubeln. Denn egal, ob Fachkräftemangel oder „nur“ -engpass. So oder so sind die Auswirkungen enorm: Eine Vielzahl von Unternehmen wird wegen fehlender Fachkräfte bereits bei den eigenen Expansionsbestrebungen ausgebremst, heißt es beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW). 

Laut einer aktuellen Studie der Kölner Forscher verringert sich das Wirtschaftswachstum in Deutschland deshalb um jährlich fast einen Prozent. Bis zu 30 Milliarden Euro könnte die Wirtschaftsleistung höher ausfallen, heißt es in der IW-Untersuchung, die über alle Branchen hinweg einen Bedarf von 440.000 Fachkräften sieht.

Statistiken erfassen den tatsächlichen Fachkräftemangel nicht

Auch der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) ist nicht gerade optimistisch. Im Gegenteil mutmaßt er sogar, dass der Fachkräfteengpass insbesondere im Engineering weit höher ist, als ihn offizielle Statistiken vermuten lassen. 

Der Hintergrund: Im Maschinenbau, der Elektrotechnik und im Fahrzeugbau melden Betriebe den Arbeitsämtern gar nicht mehr alle offenen Stellen. Einfach, weil sie sich kaum Hoffnungen mehr machen, über die Agenturen geeignete Mitarbeiter zu finden. Und so liegt die tatsächliche Nachfrage Schätzungen zufolge mindestens doppelt so hoch. 

Aber auch die Elektroindustrie schlägt Alarm. Eine potenzielle Dunkelziffer nicht eingerechnet, fehlen hier nämlich von vornherein fünfmal so viele Kollegen als bei den Maschinenbauern. Und bis 2026 werden rund 100.000 Elektroingenieure mehr benötigt, als derzeit ausgebildet werden, meldet der Branchenverband ZVEI.

Engineering: Lösungen für den Fachkräfteengpass

Aus diesen Fakten lassen sich verschiedene Schlussfolgerungen ableiten: 

  1. Für Ingenieure bietet der Arbeitsmarkt gute Karrierechancen. Die Nachfrage der Unternehmen an Fachkräften ist groß und die Anzahl an Beschäftigten im Ingenieurwesen steigt von Jahr zu Jahr. Denn durch Trends wie KI oder Erneuerbare Energien entstehen zusätzlich neue Arbeitsplätze für Ingenieur-Absolventen. 
  2. Allerdings wird der Arbeitsmarkt für sie immer unübersichtlicher. Sie sehen sich einer Vielzahl von Stellenangeboten gegenüber, die Tag für Tag steigt. Vor allem junge Talente tun sich häufig schwer, sich für die richtige Karrierechance zu entscheiden und zögern mitunter lange. 
  3. Das widerspricht den Bestrebungen der Arbeitgeber, die darauf angewiesen sind, neue Arbeitnehmer so schnell wie möglich zu rekrutieren. 
  4. Denn nur mit einer ausgelasteten Personaldecke haben Betriebe die Chance, die Herausforderungen einer Zeit zu meistern, in der schnelle Märkte, ein hoher Innovationsdruck und die Globalisierung den Ton angeben.

Engineering: Chance Arbeitnehmerüberlassung

Für die Probleme beider Seiten gibt es aber eine Lösung: Die Arbeitnehmerüberlassung. Viele Personalsuchende glauben zwar, dass sie hier keine Fachkräfte und High Potentials finden. Doch das stimmt so nicht. 

Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit liegt der Anteil an Akademikern in der Zeitarbeit bei rund zehn Prozent. Hochqualifizierte Fachkräfte ohne Uniabschluss nicht eingerechnet.

Das liegt daran, dass es inzwischen Personalberatungen gibt, die sich ausdrücklich auf die Vermittlung von High Potentials spezialisiert haben: Akademiker, Ärzte, Pharmazeuten, IT-Experten und eben auch Ingenieure. 

Arbeitnehmerüberlassung im Engineering: Die Vorteile für Arbeitnehmer 

Die Beliebtheit dieser Services steigt. Zum Beispiel, weil Fachkräfte, die neu in den Arbeitsmarkt einsteigen wollen und sich noch unsicher über ihre Karriereplanung sind, die Arbeitnehmerüberlassung immer häufiger als Karrieresprungbrett nutzen. So können sie sich in verschiedenen Arbeitsumfeldern ausprobieren.

Auf der anderen Seite bietet die hochspezialisierte Arbeitnehmerüberlassung Arbeitgebern die Möglichkeit, binnen weniger Tage vakante Stellen mit hochkarätigen Spezialisten zu besetzen. Stimmt die Chemie zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, steht der Übernahme in die Festanstellung nichts entgegen. 

Arbeitnehmerüberlassung im Engineering: Die Vorteile für Arbeitgeber

Der einzige Wehrmutstropfen für den Entleihbetrieb: Als Leiharbeiter sind die angeheuerten Arbeitnehmer erstmal teurer als die eigene Stammbelegschaft.

Denn spezialisierte Arbeitnehmerüberlassungen bezahlen qualifizierten Fachkräften mindestens ein branchenübliches Gehalt. Hinzu kommt eine Entleih-Fee. Für Entleihbetriebe dürfte das aber die kleinere Sorge sein. Sie wissen schließlich, wie teuer es sie zu stehen käme, wenn die jeweilige Stelle unbesetzt bliebe…

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