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Gesundheitswirtschaft: Wachstumsmarkt mit Sorgen

29. Januar 2018 0


Die Gesundheitswirtschaft ist einer der größten Wachstumsmärkte. Allem voran die Pharmabranche und die Medizintechnik. Doch in beiden Bereichen prallt der Innovationsdrang der Unternehmen auf einen schweren Gegner: Den Fachkräftemangel. Arbeitgeber müssen umdenken. Schnell.

Wachstumsmarkt Medizintechnik 

Die Medizintechnik wächst und wächst. Experten schätzen, dass das weltweite Marktvolumen von 371 Milliarden US-Dollar des Jahres 2015 auf 530 Milliarden US-Dollar im Jahr 2022 steigen wird. Das entspräche einem Plus von 43 Prozent.

Für diese Entwicklung gibt es zwei Treiber:

  1. Die größer werdende Weltbevölkerung.
  2. Der steigende Anteil älterer Menschen.

Damit geht ein höherer medizinischer Versorgungsbedarf einher und ein steigender Bedarf an MedTech-Produkten.

Gerade in Deutschland brummt das Geschäft: Die Exportquote der überwiegend mittelständisch geprägten deutschen MedTech-Unternehmen liegt bereits heute bei 68 Prozent – Tendenz rasant steigend. Soweit die Einsichten der Studie „Medizintechnik 2030 – Trends, Herausforderungen, Visionskandidaten“ der FutureManagement Group.

Wachstumsmarkt Pharma und Biotech

In den Bereichen Pharma und Biotech sieht es kaum anders aus. Auch hier sorgen steigende Bevölkerungszahlen und die Überalterung der Gesellschaft für einen Bedarf an Pharma- und Biotech-Produkten, der in der nächsten Zeit ebenfalls explosionsartig in die Höhe schießen wird.

Im Zeitraum zwischen 2015 bis 2022 soll die europäische Pharmaindustrie eine jährliche Wachstumsrate von 3,2 Prozent hinlegen, wie aus dem European Drug Forecast der britischen Agentur Evaluate hervorgeht. Über 21 Prozent in sieben Jahren!

Fachkräftemangel hält Medizintechnink und Pharma-Branche in Atem

Dabei eint Medizintechnik und Pharma-Industrie nicht allein der prognositizierte wirtschaftliche Boom und der steigende Bedarf an ihren Produkten, sondern auch eine ganz konkrete Sorge: Bremst der nachhaltige Fachkräftemangel in Deutschland die Innovationskraft der hiesigen Unternehmen aus?

Bereits vor sechs Jahren warnte der damalige Vizepräsident des BioSciences Department von Fresenius Medical Care Deutschland, Professor Jörg Vienken, auf der siebten Nationalen Branchenkonferenz Gesundheitswirtschaft in Rostock vor den Folgen des Fachkräftemangels.

Ingenieure heiß begehrt

Schon in wenigen Jahren fehlten der Branche rund 100.000 Ingenieure, mahnte er. Auf dem Weltmarkt hatten deutschen Medizintechnik-Unternehmen seinerzeit einen Anteil von 15 Prozent. Diesen gelte es zu verteidigen.

Doch eben das fällt der Gesundheitswirtschaft zunehmend schwerer: Derzeit gibt es in Deutschland rund 650.000 Ingenieure, von denen rund 370.000 in den nächsten 15 Jahren in den Ruhestand gehen. Nachfolgen werden nach Schätzungen allerdings nur rund 150.000. Der Handlungsbedarf könnte also nicht größer sein.

Gesundheitswirtschaft: Diese Trends bewegen die Branchen

Sowohl Medizintechnik als auch Pharmabranche stehen damit unter unvergleichlichem Druck. Denn große Trends bahnen sich an. Doch wie diese stemmen, wenn es an Händen fehlt, die diese aktiv mitgestalten?

Zu den Top-Trends gehören (Quelle: Medizintechnik 2030, Trends, Herausforderungen, Visionskandidaten)

  • Das Internet der Dinge wird das Gesundheitswesen revolutionieren. Von der umfassenden Vernetzung medizinischer Geräte profitieren Ärzte, Patienten, Angehörige und Pflegepersonal gleichermaßen. Zahlreiche Prozesse können vereinfacht und beschleunigt und die medizinische Versorgung so insgesamt verbessert werden. Die gewonnenen Daten sind zudem eine wichtige Ressource, um die medizinische Forschung deutlich voranzubringen.
  • Durch den verstärkten Einsatz vernetzter medizintechnischer Geräte, wächst die Menge der verfügbaren Gesundheitsdaten rasant. Big Data Analytics ermöglicht es, auch in unstrukturierten Daten Muster zu erkennen. MedTech- und Pharma-Unternehmen können sich mit Big-Data-Lösungen Wettbewerbsvorteile sichern, Einsparpotenziale generieren und neue Geschäftsfelder erschließen. Patienten profitieren von einer personalisierten Medizin in Diagnose und Therapie auf der Grundlage von Ähnlichkeitsanalysen.
  • Auch Sensoren spielen eine immer wichtigere Rolle. So ermöglicht die Sensorisierung neue Formen der medizinischen Versorgung, etwa im Bereich der Fernüberwachung (Telemedizin, Ambient Assisted Living, Body Area Networks, In-Body-Systeme etc.). Neue und immer kleinere Sensoren verbessern zudem die Portabilität, die Präzision sowie die Leistungsfähigkeit und das Leistungsspektrum von medizintechnischen Geräten.

Medizin digitalen Zeitalter: Smarte Pillen

Die digitale Medizin wird auch dazu führen, dass zum Beispiel Pharmaunternehmen verstärkt digitale Tabletten entwickeln. Bei der Behandlung von senilen Patienten beispielsweise könnte es sich als nützlich erweisen, wenn die Tablette ein Signal aussendet, ob der Patient sie tatsächlich eingenommen hat.

Wer angesichts dieser alles umwälzenden Entwicklungen als forschendes oder produzierendes Unternehmen nicht Schritt hält, wird kaum Chancen haben, sich am Markt erfolgreich zu positionieren oder zu halten. Denn die Innovationsgeschwindigkeit in der Branche steigt und steigt.

Umso mehr kommt es darauf an, dass Arbeitgeber – auch unter Zuhilfenahme externer Unterstützung – die besten Mitarbeiter rekrutieren und ihnen beste Bedingungen bieten, um diese langfristig zu halten. Denn Innovationen werden immer noch von Menschen gemacht, nicht von Maschinen.

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