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Home-Office: 6 Gründe, warum Unternehmen darüber nachdenken sollten

home-office 22. Januar 2020 0


Vertrauen, loslassen und einfach mal machen lassen! Das fördert den Zusammenhalt und das Wohlbefinden in einem Unternehmen. Das kann aber auch schwierig sein. Vor allem dann, wenn man den Mitarbeiter nicht direkt im Blick hat. Hier wären wir auch schon beim Thema: Home-Office. Dass sich der damit verbundene Vertrauensvorschuss aber lohnt, wissen wir als Personalberater nur allzu gut. Die Erfahrung zeigt: Bieten Unternehmen kein Home-Office an, springen in der Regel viele qualifizierte Kandidaten ab! Dabei zahlen sich Home-Office-Angebote auch für den Arbeitgeber aus. Sie tragen dazu bei, Firmenausgaben zu senken und sind auch noch gut für die Umwelt . 6 Gründe, warum auch Sie über Home-Office nachdenken sollten.

Ein Plädoyer für das Home-Office von unseren Mitarbeitern Marie Eilers, Alexander Fickel und Laura Pajor

1 – Home-Office mildert den Druck im Kampf um Fach- und Führungskräfte

In Zeiten des Fachkräftemangels zeigt sich, dass 35,5 Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland besonderen Wert auf Flexibilität bei ihrem Arbeitgeber legen. Home-Office ist ein wesentlicher Bestandteil davon. Das ist das Ergebnis einer Studie von respondi.

Aus unserer Erfahrung wissen auch wir: Viele Fach- und Führungskräfte, die wir bei der Suche nach einer neuen Herausforderung unterstützen, ziehen Unternehmen, die kein Home-Office anbieten, gar nicht erst als Arbeitgeber in Erwägung. So berauben sich Unternehmen der Chance, auf alle verfügbaren Arbeitskräfte am Arbeitsmarkt zurückzugreifen.

2 – Home-Office gleicht schlechte Rahmenbedingungen aus

So manches Unternehmen kann mit seinen Rahmenbedingungen nicht gerade punkten: Zum Beispiel, weil es eine standardisierte 42-Stunden-Woche gibt oder nur 24 Urlaubstage. In diesen Fällen ist das Angebot von Home-Office bei der Mitarbeitergewinnung Gold wert. Wenig attraktiv erscheinende Arbeitsbedingungen können so kompensiert werden. Bei einer großzügigen Home-Office-Regelung sehen potenzielle Mitarbeiter schneller über negative Aspekte hinweg.

3 – Arbeiten im Home-Office spart Kosten

Parallel dazu sinken dank Home-Office die Unternehmenskosten. So setzt der Kaffee-Junky sein Heißgetränk zu Hause auf und der E-Roller muss auch nicht auf Unternehmenskosten aufgeladen werden. Alles in allem spart das Unternehmen so bares Geld, weil die Gebühren für Strom, Heizung sowie die Reinigung der Büroflächen sinken.

Ein Forscherteam des Stanford-Professors Nicholas Bloom, das 500 Angestellte der Reiseagentur Ctrip in verschiedenen Arbeitsumgebungen beobachtet hat, kommt jedenfalls zu einem eindeutigen Ergebnis: 2.000 US Dollar konnten hier in nur einem Jahr dank der Option auf Home-Office eingespart werden.

4 – Home-Office: Produktionssteigerungen inklusive

Dieselbe Studie untermauert weitere Vorteile von Home-Office-Lösungen: Sie zeigt, dass die Mehrheit der Arbeitnehmer, die im Home-Office arbeiten, produktiver sind oder sogar mehr Zeit investieren. Zudem machen sie weniger und kürzere Pausen und lassen sich nicht so schnell ablenken. Auch wurde beobachtet, dass die Zahl der Krankheitstage geringer ausfällt und die Arbeitnehmer vitaler zur Arbeit kommen.

Arbeitnehmer, die nicht im Home-Office arbeiten, neigen dagegen dazu, zu spät bei der Arbeit zu erscheinen, sich leicht im Arbeitsalltag ablenken zu lassen und den Arbeitstag früher zu beenden. Allerdings zeigte die Studie auch: Nicht alle Arbeitnehmer können mit Home-Office umgehen. Doch dieses Problem regulierte sich von selbst. Viele Mitarbeiter, die im Home-Office schlecht performten, kehrten freiwillig ins Büro zurück.

5 – Gut für Familie und Karriere

Kommen wir nun zu einem emotionalen Aspekt des Themas Home-Office: Aus Arbeitnehmern werden Mütter und Väter! Sie wollen beruflich weitermachen wie bisher. Gleichzeitig wollen sie alle Energie und Liebe in die Familie stecken. Die Möglichkeit, dem Job auch mal im Home-Office nachzugehen, bietet berufstätigen Eltern die Chance, mithilfe von Internet und Telefon flexibler zu arbeiten.

Zum Beispiel am Abend, wenn der Nachwuchs im Bett ist oder an festgelegten Tagen in der Woche, an denen die Pendelei zur Arbeit entfällt und so mehr Zeit für die Familie zur Verfügung steht. So können wichtige Termine und Besprechungen dennoch weiterhin im Büro stattfinden. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten, sollte man meinen.

Doch in der Realität angekommen ist diese Kunde noch nicht, wie eine Studie der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung zeigt. Dieser zufolge können mehr Frauen als Männer nicht von zu Hause arbeiten, weil ihre Arbeitgeber Homeoffice verbieten. Fast jede vierte der befragten Frauen gab an, Home-Office sei für ihren Chef kein Thema. Bei den Männern trafen diese Aussage nur zwölf Prozent. Die meisten verzichteten allerdings aus eigenem Antrieb auf Home-Office. Zum Teil aus Angst vor Karrierenachteilen. Viele gehen auch davon aus, dass der eigene Chef es besser findet, sie an fünf Tagen in der Woche zu sehen.

Ganz von der Hand zu weisen, sind diese Bedenken nicht. Doch es tut sich was! Eine zweite Studie deutet nämlich darauf hin, dass die Bedenken gegenüber dem Home-Office auf der Arbeitgeberseite schwinden. Das hat das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln herausgefunden: Immer mehr Geschäftsleitungen und Personalchefs erkennen an, dass die Implementierung familienfreundlicher Maßnahmen, zu denen sie auch das Home-Office zählen, wichtiger wird. Inzwischen sprechen sich 83 Prozent dafür aus. Vor drei Jahren waren das nur 77 Prozent. Sechs Prozent in drei Jahren – der Stein kommt ins Rollen.

6- Trendthema Nachhaltigkeit: Home-Office ist gut für die Umwelt

Kommen wir zum nächsten Grund, aus dem die Einführung von Home-Office eine Überlegung wert ist. Umweltbewusstsein ist nur was für Ökos Dreadlocks? Schon lange nicht mehr! Spätestens nachdem Greta Thunberg zum Umweltgipfel nach Amerika gesegelt ist, sollten auch Sie sich als Arbeitgeber Gedanken darüber machen, wie Sie Ihren Co2-Ausstoß verringern können. Denn darauf legen Arbeitnehmer immer größeren Wert.

Hier ein kleines Rechenbeispiel, wie Sie durch das Angebot von Home-Office etwas zum Umweltschutz beitragen können. Dazu bedienen wir uns gängiger Durchschnittswerte und zeigen Ihnen, wie stark Sie die Umwelt entlasten können, wenn Sie Ihren Mitarbeitern zwei Home-Office-Tage pro Woche gewähren.

In diesem Fall ginge Home-Office einher mit…

  • … durchschnittlich zwei Stunden eingesparter Fahrzeit pro Mitarbeiter für den Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz.
  • … durchschnittlich 92 eingesparten Kilometern, die von jedem Mitarbeiter zwischen Wohnort und Arbeitsplatz zurückgelegt werden.
  • … einem im Durchschnitt um 17,44 Kilo verringerten CO2-Ausstoß pro Mitarbeiter

Hier reden wir von zwei Tagen. Schauen wir uns das Ganze aber mal hochgerechnet auf das Jahr an: Spätestens hier werden Sie stutzig  werden. Gehen wir hier von 220 Arbeitstagen pro Jahr aus – nachdem Wochenenden, Urlaub, Feier- und Krankentage von den 365 Tagen eines ganzen Jahres abgezogen wurden – dann kommen wir hier auf 132 Tage im Büro und 88 Homeoffice Tage. Wenn wir diese Werte einmal multiplizieren und hochrechnen, werden Sie jetzt mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen.

Hier die Durchschnittswerte, die eingespart werden und der Umwelt zugute kommen:

  • 88 Stunden Fahrtzeit
  • rund 4050 zurückgelegte Kilometer
  • 767,36 Kilo CO2-Ausstoß

Also tragen auch Sie als Unternehmen einen Teil zur Umwelt bei und bieten Sie Homeoffice  an.

Fazit: Die Mischung macht’s

Sie wollen, dass Ihr Unternehmen die besten Kandidaten begeistert? Sie wollen produktiv arbeiten? Sie wollen eine gute Ökobilanz vorweisen? Sie wollen, dass Ihre Mitarbeiter zufrieden sind? Dann fangen Sie an, loszulassen und geben Sie Ihren Mitarbeitern die Möglichkeit, ab und an von zu Hause zu arbeiten. Sie werden in Ihrem Recruiting über die Positiveffekte verblüfft sein. Ihre Mitarbeiter werden über die top Bedingungen in Ihrem Unternehmen reden – in den sozialen Medien, im Freundeskreis und, und, und. So werden passende Kandidaten von ganz allein auf Sie aufmerksam. Wir sagen’s ja: Win-Win-Situation.

(Bild: Photo by Brooke Cagle on Unsplash)

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