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Innovationsmanagement: Das Wettrüsten der Cloud-Giganten

innovationsmanagement, ziele, Methoden, Vorgehensweisen 28. Juni 2018 0


Innovation, Innovation und nochmal Innovation. Jeder spricht über die steigende Bedeutung von Innovationsmanagement in Unternehmen. Doch was steckt eigentlich dahinter? Eine Begriffsdefinition mit einem Best-Practise-Beispiel aus der Welt des Cloud-Computings. Nachahmen empfehlenswert!

Was ist Innovation?

Innovation steht für Neues: Neue Ideen, Visionen, Geschäftsmodelle. Sie ist positiv konnotiert – denn sie bringt Unternehmen, deren Kunden oder Geschäftspartnern viele Vorteile. Sei es, dass sie die Effizienz verschiedener Prozesse erhöht, neue Geschäftsfelder erschließt oder einen besonderen Nutzen für Prozess-Anwender oder die Gesellschaft mit sich bringt.

In der Vergangenheit waren große Innovationen oft Zufallsprodukte. E-Mails, Antibiotika oder die Kreditkarte – sie alle waren unbeabsichtigte Nebenprodukte der Forschung oder Entwicklung. Das war auch okay so. Früher hatten Unternehmen mehr Zeit, auf den Zufall zu hoffen und konnten sich mit dem gleichen Geschäftsmodell Jahrzehnte über Wasser halten.

Heute ist das anders. Inzwischen stehen Betriebe stärker unter Druck, immer schneller Innovationen liefern zu müssen. Insbesondere in der Technologie- und IT-Branche ist das der Fall. Hier gehört es fast schon zum Alltag, dass Unternehmen, die nach klassischen BWL-Theorien eigentlich alles richtig machen, plötzlich große Marktanteile verlieren oder komplett vom Markt verschwinden.

Innovation: Das Hilfsmittel gegen Disruption

Dahinter stecken „Disruptive Technologien“. Das sind Innovationen, die eine bestehende Technologie mit großer Wucht verdrängen. Bekannte Beispiele sind die Eindämmung des Briefes durch die E-Mail, die Verdrängung der SMS durch Dienste wie WhatsApp, die Verdrängung der Vinylplatte durch die CD und deren Verdrängung durch das Aufkommen von Streaming-Diensten.

Beispiele dieser Art gibt es zuhauf. Dabei fällt auf: Diese Entwicklungen vollziehen sich in immer kürzeren Abständen. Treiber ist die Digitalisierung, die das Tempo in den Märkten erhöht. Fast zwei Drittel der großen Unternehmen (63 Prozent) sind von Disruption betroffen. Mehr als vier von zehn Unternehmen (44 Prozent) sind davon bedroht. Das zeigt der Disruptability Index.

Innovationsmanagement: Begriffsdefinition. Methoden. Ziele.

Dem können Firmen aber etwas entgegensetzen. Stichwort: Innovationsmanagement. Dieses setzt sich zum Ziel, Maßnahmen zu eruieren, die Innovationen in Organisationen begünstigen. Statt vom Zufall getrieben, soll Innovation geplant stattfinden, damit Unternehmen dem Wettbewerb nicht hinterherhinken, sondern ihm voraus sind.

Innovationsmanagement unterliegt dabei vor allem den folgenden Zielen:

  • Neue Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln, um neue Märkte zu erobern.
  • Produkte und Dienstleistungen kontinuierlich zu verbessern, um sich von der Konkurrenz abzuheben und sich ein Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

Wie Innovationsmanagement in der Praxis aussehen kann, lässt sich am Beispiel von Microsoft anschaulich dokumentieren. Der Softwarehersteller ist selbst Opfer disruptiver Entwicklungen geworden. Lange bevor es iPad oder Kindle gab, hatte Microsoft bereits ein Tablet und einen E-Reader entwickelt.

Microsoft: Modernes Innovationsmanagement

Allerdings hatte der Konzern nicht auf die Produktsparte gesetzt und geriet gegenüber Innovatoren wie Apple, Google und Amazon ins Hintertreffen. Die Folge: Der einst unangefochtene Marktführer kam ins Straucheln, Umsätze und Image fingen an zu bröckeln. Dann kam CEO Satya Nadella. Er führt seit drei, vier Jahren den größten Konzernumbau der Firmengeschichte an und betreibt Innovationsmanagement in Reinkultur. Er will alte Märkte verlassen, um neue zu erobern.

Die Herausforderung, die er dabei meistern will: Den Umstieg zu schaffen von einer Welt, in der sich alles um das Betriebssystem Windows und Software-Lizenzen drehte, hin zu einer Welt aus Service-Angeboten, Cloud-, -Mobil- und KI-Diensten, bei denen die Kunden für Abonnements zahlen.

Innovationsmanagement: Die Fehleranalyse

„Wir haben zu lange an Erfolgen aus der Vergangenheit festgehalten“, wird Nadella zitiert. „Erfolge aus der Vergangenheit kümmern in unserem Sektor niemanden. Nur die Zukunft zählt, und das gilt mittlerweile in fast allen Branchen: Was man früher mal erreicht hat, bedeutet heute nicht mehr viel.“

Nadella meint das offensichtlich sehr ernst. Jedenfalls zögerte er im Rahmen seines Innovationsmanagements nicht, alte Zöpfe abzuschneiden: Die Fokussierung auf Windows und das Office-Paket ist Schnee von gestern. Heute bringt der Konzern Hunderte Programme und Produkte für multiple Betriebssysteme heraus, die eines gemeinsam haben: Sie alle nutzen Serverkapazitäten im Netz – die Microsoft Cloud.

Innovationsmanagement heißt: Die eigenen Stärken zu kennen

Damit hat Microsoft gemacht, was vorausschauende Unternehmen im Rahmen eines gelingenden Innovationsmanagements machen sollten: Sich auf die eigenen Stärken und die eigene Kreativität verlassen und offen zu sein für das, was der Markt der Zukunft zu bieten hat. Produktentscheidungen werden längst nicht mehr mit Blick darauf getroffen, was die Konkurrenz gerade macht. Der Effekt: Man kreiert wieder eigene innovative Produkte und ahmt die anderer nicht mehr nur nach. 

Indem Innovationsmanager Nadella insbesondere auf Themen wie Cloud und Künstliche Intelligenz setzte und den Mut hatte, sich von dem Lizenz-Modell der Vergangenheit zu lösen, bewies er den richtigen Riecher, wie die Studie „Cloud: opening up the road to Industry 4.0“ von Oracle bestätigt. Das neue Betätigungsfeld ist eine Goldgrube. Tatsächlich wird immer mehr Unternehmen klar, wie wichtig ein Cloud-Modell ist: 63 Prozent der Teilnehmer gaben an, dies sei ein Muss für ihren langfristigen Erfolg. 

Innovationsmanagement: Mut, sich von alten Flaggschiffen zu lösen

Das Bett für Microsoft ist damit bereitet, prognostiziert auch das Marktforschungs- und Beratungshaus Gartner. Bis zum Jahr 2019 werden die 100 weltgrößten Softwarehersteller 30 Prozent ihrer Neuinvestitionen in „Cloud-only“- statt in „Cloud-first“-Entwicklungen stecken.

Die defensive Einstellung vieler Organisationen in Sachen Cloud-Adaption sei Vergangenheit. Hier hat Microsoft schon den ersten Fuß in der Tür, wenn das Wettrüsten der Cloud-Giganten beginnt. Na, also: Innovationsmanagement gut, alles gut. (Foto: Shutterstock)

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