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Manager-Gehälter: Der schnöde Mammon ist nicht alles – oder doch?

manager Gehälter 10. April 2018 0


Von schwindelerregenden Summen ist stets die Rede, wenn wieder einmal ein aktuelles Ranking der höchsten Manager-Gehälter die Runde macht. Nicht nur, aber besonders in der amerikanischen Tech-Branche fließt jede Menge Geld auf die Konten von Top-Managern. Doch Studien legen nahe: Der schnöde Mammon taugt nur begrenzt als Motivationstool, wobei in Deutschland unterhalb des Top-Managements noch viel Luft nach oben besteht.

Manager-Gehälter: Was verdienen deutsche Top-Manager?

Microsoft-Gründer Bill Gates verfügt über ein geschätztes Vermögen von rund 80 Milliarden US-Dollar. Geradezu „bescheiden“ fällt dagegen das Einkommen von Amazon-Gründer Jeff Bezos aus. Pro Jahr bekommt er 13 Milliarden Dollar, sein Gesamtvermögen beläuft sich auf 47,8 Milliarden Dollar.

Im Vergleich zu diesen Summen wirken die Gehälter deutscher Top-Manager regelrecht mager. Bei der Deutschen Bank stauben Manager im Durchschnitt Gehälter von drei Millionen Euro ab. Ganz vorne im Gehaltsranking dabei sind auch die Manager-Gehälter bei Daimler. Hier wechseln pro Jahr 2,5 Millionen Euro den Besitzer.

Bei Siemens verdienen die Topmanager im Durchschnitt zwei Millionen Euro. Und bei SAP heißt es am Ende des Jahres ebenfalls: Zwei Millionen Euro verdient. Diese Aufzählung ließe sich bis zum Sankt Nimmerleinstag fortsetzen, aber belassen wir es dabei.

Manager-Gehälter: Wie viel ist zu viel?

Das eigentlich Interessante an dieser Stelle sind doch diese Fragen:

  • Wie viel ist eigentlich zu viel?
  • Und: Wie viel ist noch angemessen?

Studien belegen zwar durchaus: Mit dem Einkommen steigt die Zufriedenheit, ja. Allerdings tritt irgendwann ein Gewöhnungseffekt ein. Aber der Reihe nach.

Zunächst geht aus den Erhebungen hervor: Das Thema Geld lässt nur die wenigsten kalt. Wir alle gehen arbeiten, um Geld zu verdienen und dank des schnöden Mammons etwas vom Leben zu haben. Genau aus diesem Grund stellen High Potentials Spezialwissen zur Verfügung: Um dafür ein Spezialeinkommen zu erhalten. Daraus machen sie auch gar keinen Hehl.

Erst jüngst belegten Forscher der Universität Bamberg wieder, dass eines der Hauptattraktivitätsmerkmale eines Arbeitgebers eine angemessene Entlohnung darstellt. Sogar Hochschulen werben für bestimmte Studiengänge mit dem Einkommen, das ihre Absolventen nach dem erfolgreich bestandenen Bachelor oder Master erwartet.

Selbstoptimierung für ein hohes Gehalt

Insbesondere junge, aufstrebende Jobsuchende scheinen sich also zu fragen: Was muss ich tun, um möglichst schnell angemessen viel Geld zu verdienen? Ihre Antwort darauf lautet meist: Je exzellenter die eigenen Leistungen, umso besser die Aussichten auf eine gewisse monetäre Zufriedenheit.

Auch aus diesem Grund haben sie in den letzten Jahren einen wahren Trend zur Selbstoptimierung losgetreten. Das Internet wimmelt nur so von Tipps, wie der moderne Arbeitnehmer seinen Alltag so optimieren kann, damit er keine Sekunde seiner Karriere dem Zufall überlässt.

Das geht soweit, dass gezielt „Ausgleichs-Sport“ getrieben wird, wenn der Biorhythmus potenziell in der besten Verfassung dafür ist. Dann ist die Chance am größten, das perfekte Ergebnis zu erzielen und den Körper für die Strapazen des Arbeitsalltags zu stärken.

Weiter geht’s mit bis ins Detail optimierten Terminkalendern, bewusst eingeplanten Ruhepausen, bewusstem Essen, das nicht allzu schwer im Magen liegt und gezielten Spaziergängen um den Block, die das Mittagskoma abwenden sollen. Warum dabei nicht ein geplantes Meeting im Gehen abhalten? Dann bleibt man schön im Zeitplan!

Überspitzt gesagt: Selbstoptimierer erlegen sich ein ganz schönes Korsett auf – immer mit dem Ziel, optimal zu performen und auf diesem Weg mehr vom Leben zu haben, aufgrund des Geldes, das sie deshalb einfahren.

Ein hohes Gehalt mach auf Dauer nicht glücklich

Doch wie lange lohnt sich diese Jagd? Untersuchungen belegen eine nicht lineare Beziehung zwischen Einkommen und Glück. Wer etwa ein unterdurchschnittliches Jahreseinkommen von 15.000 Euro bezieht, erlebt durchaus einen starken Glückszuwachs, wenn sich dieses von heute auf morgen verdoppelt. Bei der nächsten Verdoppelung wird das Glücksempfinden aber schon deutlich geringer ausfallen.

Irgendwo zwischen 80.000 und 100.000 Euro Jahreseinkommen verliert sich der Zusammenhang zwischen Einkommen und Glücksempfinden völlig. Spätestens an diesem Punkt hinterfragen sich Selbstoptimierer: Wofür das Ganze? Und allerspätestens dann können Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nicht mehr ausschließlich über ein exzellentes Gehalt motivieren und binden.

Realiter beginnt dieser Gap zwischen Einkommen und Arbeitsplatzzufriedenheit wohl aber schon deutlich früher. Nicht umsonst konstatieren die Wissenschaftler aus Bamberg in ihrer Studie „Recruiting Trends 2018“, dass das Hauptattraktivitätsmerkmal von Arbeitgebern aus Sicht von Kandidaten aller Altersstufen die Arbeitsbedingungen im Unternehmen sind. Hier spielen etwa Faktoren wie ein gutes Arbeitsklima und die Anerkennung seitens des Arbeitgebers, aber auch gutes Essen in der Kantine und kein zwanghafter Dresscode eine Rolle.

Einkommen: Die schönste Nebensache der Welt?

Die Forscher kommen daher zu dem Schluss, dass eine gute Unternehmenskultur in Kombination mit einem guten Gehalt grundlegende Faktoren sind, die Unternehmen auf jeden Fall erfüllen sollten, um Mitarbeiter zu binden.

Beide Merkmale würden von Kandidaten als selbstverständlich erachtet und sorgen für eine grundsätzliche Motivation und ein Zugehörigkeitsempfinden zum Unternehmen.

Deutsche Arbeitnehmer sind in großen Teilen mit ihrem Einkommen unzufrieden

Doch der Realitätscheck zeigt: Nur die wenigsten Faktoren werden von Unternehmen überhaupt umgesetzt. Besonders hoher Nachbesserungsbedarf besteht ausgerechnet in punkto Gehalt.

70 Prozent der Befragten wünschen sich von ihrem Arbeitgeber hier Anpassungen, dicht gefolgt vom Arbeitsklima, das rund 64 Prozent für verbesserungswürdig halten.

Das lässt die folgende Schlussfolgerung zu: Unterhalb der Top-Management-Ebene scheint der Gewöhnungseffekt, der durch ein Jahreseinkommen ab einer gewissen Größenordnung eintritt, in vielen Fällen noch weit entfernt. Das Einkommen ist als Motivationstool längst nicht ausgereizt.

Ob das aus Arbeitgeberperspektive zusammen mit der Einsicht, dass auch andere wesentliche Attraktivitätsmerkmale nicht erfüllt sind, ein Grund zum Aufatmen sein sollte? Das wiederum ist mehr als fraglich.

Offensichtlich muss in vielen Fällen an mehr als nur der Gehaltsstellschraube gedreht werden, um die Zufriedenheit und Bindung von Arbeitnehmern zu gewährleisten. Diese Faktoren sollten aber wiederum für Arbeitgeber in Zeiten des War for Talents das höchste Gut sein. Denn für Unternehmen sind gebundene Mitarbeiter angesichts leer gefegter Arbeitsmärkte einfach nur eines: Unbezahlbar.

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