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Mobilität: Wohin geht die Reise?

Mobilität: Wohin geht die Reise? 7. Mai 2019 0


Die 16-jährige Umweltaktivistin Greta Thunberg hat die Welt mit ihren Freitagsdemos wachgerüttelt, mehr für den Klimaschutz zu tun. Vor allem die Autoindustrie sieht sich gegenüber der jungen Generation in der Pflicht, neue Wege zu gehen und die CO2-Emissionen zu senken. Allerdings scheint sich die Branche selbst zu fragen: Mobilität – wohin geht die Reise?

Greta im Kampf gegen die grauen Herren

Es ist fast wie in Michael Endes Roman „Momo“: ein kleines Mädchen kämpft gegen alte graue Herren, die mit ihrer Habgier die Welt zerstören. Nur, dass das Mädchen keinen Wuschelkopf hat, sondern Zöpfe. Auch laufen die Herren, gegen die sie sich zur Wehr setzt, nicht mehr in grau herum. Sie haben ihre Anzüge vor ein paar Jahren gegen Jeans, Pulli und Turnschuhe getauscht. Das wirkt hipper. Nur ein gezwirbelter Oberlippenbart erinnert hier und da noch an frühere Zeiten.

Abgesehen von diesen Äußerlichkeiten sind die Stories jedoch ähnlich. In beiden Fällen hören die grauen oder ehemals grauen Herren nicht auf das, was ihnen die Mädchen zu sagen haben. In Gretas Fall haben sie scheinbar sogar einen guten Grund dafür. Immerhin verfügt die Schülerin zum Beispiel in dem Bereich Mobilität über keinen ausgewiesenen Expertenstatus, der es ihr erlauben würde, die Lage realistisch einzuschätzen. Allein das Wissen um den aktuellen CO2-Ausstoß von Fahrzeugen und die Lektüre repräsentativer Klimastudien reiche nicht, heißt es.

Wohin wird sich das Thema Mobilität entwickeln?

So ganz genau scheinen das die frisch gebackenen Turnschuhträger aber selbst nicht zu wissen. Sie haben Zukunftspläne, ja. Aber wie kommen sie dorthin?

Beispiel Volkswagen: Der Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2050 vollkommen CO2-neutral zu produzieren. Ein wichtiger Baustein hierfür ist der Ausbau der Elektromobilität. So soll der Anteil an reinen E-Autos in der VW-Flotte bis zum Jahr 2030 auf mindestens 40 Prozent steigen. Kein Mensch weiß allerdings, wie das bewältigt werden soll.

Steht die E-Mobilität vor dem Durchbruch?

Zumal das gesetzte CO2-Ziel nur erreicht werden kann, wenn die Politik mit VW am gleichen Strang zieht – doch das ist eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Jedenfalls forderte VW-Chef Herbert Diess erst jüngst wieder eine rasche Energiewende, um Elektroautos mit kohle- und CO2-freiem Strom überhaupt umweltfreundlich und emissionsärmer betreiben zu können: „Wir rufen Industrie, Politik und Gesellschaft auf, gemeinsam alle Hebel in Bewegung zu setzen, um der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen.“ Das zeigt: Vieles steht bei diesem Themenkomplex noch in den Sternen – allem Expertenstatus zum Trotz.

Doch VW steht mit seinen Visionen nicht allein. Ein anderer Konzern, der in punkto Mobilität ebenfalls alles neu machen will: Tesla. „In ein paar Jahren würden moderne Autos über kein Lenkrad mehr verfügen und autonom durch die Gegend fahren“, fasst die Wirtschaftswoche die Gedanken von Tesla-CEO Elon Musk zusammen. „Tesla will dank eines neuen Fahrcomputers, der seit Anfang April in alle neuen Elektroautos des Unternehmens eingebaut wird und bei allen nach Oktober 2016 gebauten Teslas nachgerüstet werden kann, schon im zweiten Quartal nächsten Jahres technisch soweit sein.“

Es geht aber noch weiter. Bereits 2020 soll es zudem eine Robo-Taxi-Flotte geben. Musk plant folgendes: „Jeder Tesla-Besitzer, dessen Auto über den neuen Fahrcomputer verfügt, soll sein Auto dafür bereitstellen können. Und im Schnitt um die 30.000 Dollar im Jahr erwirtschaften, um so nicht nur die Anschaffungskosten wieder hereinzuholen, sondern sogar Gewinn zu machen.“

Tesla setzt auf Robo-Taxen

Bei den Analysten kommt die Musk‘sche Zukunftsvision allerdings nicht gut an. Dafür sind einfach noch zu viele Fragen offen: Warum sollte man sich ein Auto anschaffen, wenn es ohnehin den ganzen Tag autonom in der Stadt herumgurkt? Wie lassen sich Schäden oder auch Unfälle versicherungsrechtlich abdecken? Zumal Tesla in der Vergangenheit immer wieder große Versprechen gemacht, aber oft nicht eingelöst hat. Strategic Wealth Partners-Gründer Mark Trepper: „Ich will Taten sehen und die bekommt man bei Tesla nicht.“

Wie geht es wohl Greta und ihren Anhängern, wenn sie solche Nachrichten von Personen hört, die angeblich wissen, wie sie Klimaschutz und Mobilität unter einen Hut bringen können? Zwar schmückt sich die Automobilbranche in schöner Regelmäßigkeit mit Begriffen wie autonomes Fahren, Roboterfahrzeuge, Elektroautos und computergestützte Fahrassistenzsysteme. Praktische Umsetzungen liefert sie nicht. Doch schon in 10, 15 Jahren sehe alles anders aus, betonen die Experten in diesem Zusammenhang immer wieder.

Wer jetzt einmal genau nachrechnet, stellt fest: Die, die das, was die Konzerne heute andenken zu Ende bringen müssen, werden die Schüler der Generation Greta sein. Jene also, denen man untersagen will, mitzureden und sich einzumischen. Sie werden auch die Suppe auslöffeln müssen, wenn alle versprochenen Klimaziele, die die Automobilindustrie so vollmundig verspricht, nicht eingehalten werden sollten.

Aber noch ist Gretas Geschichte ja zum Glück nicht zu Ende erzählt. Momo hat es letztlich auch geschafft, das Blatt zu wenden. Dafür brauchte sie allerdings einen langen Atem. Und dass auch Greta und ihre Mitstreiter den haben, haben sie längst bewiesen. Vielleicht erkennt dann irgendwann auch die Autoindustrie, dass sie genau solche Querdenker wie Greta braucht, um ihre Ziele zu erreichen. Ihr Credo: Nicht lange reden! Machen!

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