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Raus aus der Komfortzone: Oder wollen Sie Ihre Karriere killen?

24. April 2018 0


Gewohnheiten und feste Rituale sind etwas Schönes. Alles ist bekannt, vorhersehbar und gemütlich. So war es bis vor einer Generation auch in der Arbeitswelt: Die immer gleichen Routinen. 30, 40 Jahre beim gleichen Arbeitgeber, maximale Planungssicherheit. Vorbei! Die moderne Arbeitswelt ist das genaue Gegenteil: Schnelllebig, projektorientiert und unvorhersehbar. New Work eben. Wer hier Karriere machen will, muss raus aus seiner Komfortzone! Unverzüglich!

Was ist die Komfortzone?

Was ist eine Komfortzone?  Stellen Sie sich doch mal ein halbiertes, hartgekochtes Hühnerei vor. Der Dotter, dieser gelbe Bereich mit allen erdenklichen Nährstoffen, das ist die Komfortzone. Hier sind Sie voll versorgt und haben alles, was sie kennen und mögen:

  • Die immer gleichen Gewohnheiten
  • Die immer gleichen Rituale
  • Die immer gleichen Routinen

Doch nichts Neues verheißt auf Dauer auch: Stillstand. Wer immer in denselben Abläufen verharrt, entwickelt sich nicht weiter. Und das verträgt sich mit der modernen Arbeitswelt so ganz und gar nicht.

Denn New Work, das ist eine Welt ohne feste Regeln, ohne Gewissheiten, ohne klar zu erkennende Zusammenhänge: Alles ist möglich – sogar dessen Gegenteil. Und gleich darauf schon wieder etwas ganz anderes! Das einzige Gegengift für die alles dominierende Unsicherheit: Wissen und Entwicklung.

Schnelllebigkeit in der Arbeitswelt dominiert

Beispiel gefällig? Unternehmen wir dazu einen kurzen Abstecher in die IT. Hier hat man vor Jahren erkannt, dass die Speicherkapazitäten von Chips bald ausgereizt sind. Entwickler stießen auf ein Ausweichmaterial: DNA.

Sie gilt als das Speichermedium des 21. Jahrhunderts. Um ein Vielfaches kleiner als Chips, über moderne Biotech-Verfahren programmierbar und mit jeder Menge Platz. Theoretisch hätten alle digitalen Daten der Menschheit in einem DNA-Speicher von der Größe eines Einfamilienhauses Platz.

New Work: Disruption ist alltäglich

Angenommen, das Modell setzt sich durch: Was bedeutet das für die Technologiekonzerne dieser Welt? Richtig: Sie müssen umdenken, alles bisher da gewesene Wissen über den Haufen werfen und ihren nächsten Supercomputer unter völlig anderen Voraussetzungen schaffen.

Ansonsten befindet sich die eigene nächste Produktgeneration im Vergleich zu den DNA-Hochleistungsrechnern der Konkurrenz in der technologischen Steinzeit. Das werden selbst hartgesottene Anhänger einer Brand nicht goutieren. Die Folge: Erst rutscht die Aktie ab, dann kommen Gewinneinbußen und letztlich der Bankrott. So schnell kann’s gehen.

Raus aus der Komfortzone

Das Beispiel mag drastisch sein, unrealistisch ist es aber nicht. Vergleichbar disruptive Entwicklungen vollziehen sich Tag für Tag in vielen Bereichen der Arbeitswelt. Das heißt im Umkehrschluss: Unternehmen, die am Markt bestehen wollen, brauchen Mitarbeiter, die sich bewusst aus ihrer Komfortzone, herausbewegen und kontinuierlich Wissen anhäufen, um auf dieser Basis radikal neue Ideen entwickeln zu können.

Jenseits des Komforts liegt die Lernzone. Dort ist es nicht so bequem. Denn Lernen heißt heute nicht mehr, Türen zu bereits erschlossenen Wissensbereichen aufzustoßen. Nein, das Tempo ist in vielen Bereichen der Arbeitswelt inzwischen so hoch, dass offene Fragen nur durch eigenes Experimentieren und Ausprobieren beantwortet werden können. Einfach, weil es noch keine Erfahrungswerte dazu gibt.

Dafür gibt es inzwischen viele neue Lernformate, die es ermöglichen, allein oder gemeinsam zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Massive Open Online Courses, kurz MOOC, gehören zum Beispiel dazu. Das sind Onlinekurse zu hochspezifischen Themen mit großen Teilnehmerzahlen.

Neue Formen des Lernens

Hier vernetzen sich lernende Spezialisten mit anderen Experten über Kontinente hinweg und es entstehen neue Ideen, Visionen und Konzepte. Es geht aber auch eine Nummer kleiner. Solche Online Learning Communities können auch nur aus Mitgliedern eines Fachbereichs bestehen.

Dass es neuer Lernformate wie dieser bedarf, ist in der Arbeitswelt längst angekommen. Hierzulande leisten sich Dax-Konzerne wie BASF, Bayer oder die Deutsche Telekom daher inzwischen ganze firmeneigene Akademien. Die Deutsche Telekom gab allein im Jahr 2014 rund 150 Millionen Euro für die Qualifikation ihrer Mitarbeiter aus. Bei BASF waren es 101 Millionen Euro.

Hype um das Thema Education Technology

Vor allem im Silicon Valley gibt es seit einigen Jahren einen Hype um das Thema Education Technology, kurz EdTec. In neue, außergewöhnliche Bildungsplattformen investierten die Konzerne dort im Jahr 2015 mehr als zwei Milliarden Dollar – das entspricht einer Steigerung um 45 Prozent binnen fünf Jahren.

Der Trend geht dabei klar zum individuellen digitalen Lernen: Wissen wird immer dann aufgefrischt, sobald sich Lücken ergeben und das dank der neuen Lernformate sehr gezielt und punktuell. Per App, per Chat, per Wiki – die Bandbreite an Möglichkeiten ist groß und dank mobiler Endgeräte ist Wissen immer und überall verfügbar.

Auf lange Sicht sind sogar Lernprogramme denkbar, die dem Arbeitnehmer mittels Künstlicher Intelligenz passende Lerninhalte vorschlagen, noch bevor eine Wissenslücke entsteht. So ähnlich, wie es Shopping-Plattformen schon heute praktizieren – nach dem Motto:„Das könnte sie auch interessieren…“.

Komfortzone wird zum Karrierekiller

Arbeitnehmer können sich dem nicht entziehen. Denn es ist bereits absehbar, was mit Kräften passiert, die es sich auf Dauer in ihrer Komfortzone bequem machen wollen: Sie werden aussortiert – trotz des Fachkräftemangels. Denn die Digitalisierung eröffnet nicht nur neue Lern-, sondern auch neue Kollaborationsformen. Längst ist es möglich, nicht nur Wissen, sondern auch Arbeit punktuell einzukaufen.

Bereits heute vergeben Arbeitgeber unter dem Begriff Clickworking bestimmte Mikrojobs ins Internet, wo sie von Selbstständigen erledigt werden. Einen solchen Ansatz fahren Auftragsplattformen wie Fiverr.com, ein Marktplatz für Leute, die zeitlich begrenzte Jobs und Dienstleistungen ausführen.

Je weiter dieses Konzept ausreift, könnte es manche Festanstellung ersetzen. Unrealistisch? Wohl kaum! Von solchen Szenarien geht auch die Studie „2050: Die Zukunft der Arbeit“ der Bertelsmann Stiftung aus. Hier heißt es: Die Vorstellung, sich für einen bestimmten Beruf ausbilden zu lassen und diesen ein Leben lang gut abgesichert in einem „Normalarbeitsverhältnis“ auszuüben, sei heute schon obsolet.

„Stattdessen müssen wir uns auf Patchwork-Karrieren, häufigere Berufswechsel, ständiges Lernen, Wechsel von einer Arbeitsform in die andere (…) einstellen.“ Ein Großteil wissensbasierter Arbeit wird laut der Studie schon heute – und in Zukunft noch mehr – in Projektform abgewickelt und in Teams wechselnder Zusammensetzung, die zunehmend virtuell zusammenkommen und multinational zusammengesetzt sind. „Lernen wird dabei integraler Bestandteil der Arbeit, Arbeiten und Lernen verschmelzen miteinander“, betonen die Forscher. Also: Nichts wie raus aus der Komfortzone!

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