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Remote Work: Gehen wir (fast) nie wieder ins Büro!?!

9. März 2021 0


  • Remote Work bestimmt seit Ausbruch der Pandemie in vielen Teilen das Arbeitsleben.
  • Seit Wochen und Monaten arbeiten viele Arbeitnehmer komplett von zuhause, ohne je ins Büro zu fahren.
  • Es ist nicht auszuschließen, dass die 100-prozentige Remote-Arbeit Teile der Arbeitswelt künftig stark prägen wird. Für Unternehmen brächte das durchaus Vorteile.

Was bedeutet Remote Work? Eine Definition.

Mit der fortschreitenden Verbreitung des Coronavirus ist Remote Work nicht länger ein Experiment. Remote Work gehört in vielen Betrieben fest zum Alltag. Aber was ist Remote Work genau? Das wesentliche Merkmal: Arbeitnehmer sind nicht an die Präsenz im Büro gebunden. Sie können von zuhause, auf Reisen, auf einer Parkbank oder am Strand arbeiten. Der Kontakt zur Firma findet online und telefonisch statt.

Das betrifft immer mehr Arbeitnehmer. Während vor der Krise laut des Statistikportals Statista gerade einmal vier Prozent der Beschäftigten remote arbeiteten, waren es im ersten Lockdown im April 2020 rund 30 Prozent der Arbeitnehmer. Seit Ende Januar 2021 arbeitet aufgrund der anhaltend hohen Corona-Infektionszahlen knapp ein Viertel der Erwerbstätigen überwiegend remote.

Remote Work: Nicht länger ein Experiment

Für Professor Michael Knörzer ist damit der „Geist aus der Flasche“. Der Leiter des HR:LAB bei APRIORI ist sich sicher: Remote Work wird die Arbeitswelt künftig stark prägen. „Trotz aller zu klärenden Bedenken werden Unternehmen mittelfristig nicht um das Thema Arbeitsgestaltung der Zukunft herumkommen“, sagt er. „Zu erurieren ist dabei zum Beispiel, ob sich die Mehrheit der Mitarbeiter zwischenzeitlich nicht so sehr an das Arbeiten in den eigenen vier Wänden gewöhnt hat, dass Remote Work in manchen Branchen zur neuen Normalität wird.“

Für die APRIORI-Studie „Remote Work Strategy“ hat Knörzer gemeinsam mit Sebastian Berblinger, Co-Autor der Studie und Vorstand bei APRIORI, verschiedene Modelle zukünftiger Arbeit miteinander verglichen. Die Autoren kommen zu dem Schluss: Ein Remote-Work-Szenario, bei dem bestimmte Arbeitnehmer bis auf geringe Ausnahmen fast ausschließlich von zuhause arbeiten, birgt durchaus Potenziale für die Arbeitswelt der Zukunft. Diese möchten wir Ihnen in den nächsten Abschnitten genauer vorstellen.

#1 Remote Work eröffnet neue Rekrutierungspotenziale

Während Unternehmen neue Mitarbeiter bislang abhängig von ihrem lokalen Wohnort rekrutierten, ist dieses Szenario in Unternehmen, in denen ausschließlich Remote Work dominiert, obsolet.

„Das Rekrutierungspotenzial eines Unternehmens muss nicht mehr länger auf den lokalen oder regionalen Arbeitsmarkt  begrenzt sein“, resümiert Professor Michael Knörzer. „Stattdessen ermöglicht eine rein virtuelle Unternehmenskultur Arbeitgebern, Mitarbeiter von überall, sogar weltweit, zu rekrutieren. So lassen sich Experten anheuern, mit denen Unternehmen in einer vom Büro dominierten Arbeitswelt nicht ohne weiteres zusammengefunden hätten.“

#2 Remote Work eröffnet Mitarbeitern mehr Flexibilität

Den Job dort ausüben zu können, wo sich ein Arbeitnehmer und dessen Familie am wohlsten fühlen, steigert wiederum die Mitarbeiterzufriedenheit. Denn Mitarbeiter können ihre präferierte Lebensweise und beruflichen Ambitionen auf diese Weise perfekt miteinander verbinden.

„Denkbar ist auch das Dasein eines digitalen Nomaden zu führen. Das ist perfekt für Globetrotter“, sagt Sebastian Berblinger. „Der Arbeitnehmer kann problemlos parallel zu seiner Arbeit umherreisen und die Welt erkunden. Solche Dinge schließen sich nicht mehr aus.“

#3 Teambuilding wird in der virtuellen Arbeitswelt völlig neu gedacht

Es ist allerdings zu vermuten, dass die Produktivität von Mitarbeitern in einem reinen Remote-Working-Szenario irgendwann sinkt. „Diese Hypothese beruht darauf, dass Mitarbeiter durch die unmittelbare Führung und die direkte Interaktion mit ihrem Team fokussierter und motivierter arbeiten“, zitiert Knörzer aus der frisch erschienen APRIORI-Studie. „Unternehmen können dem Produktivitätsverlust jedoch aktiv gegensteuern. Etwa, indem sie regelmäßige reale soziale Happenings anbieten.“ Es gebe bereits rein virtuell arbeitende Firmen, von denen sich Arbeitgeber einiges abschauen könnten.

Um trotz der räumlichen Distanz Nähe aufbauen zu können, bringen diese ihre Mitarbeiter regelmäßig zusammen. Zum Beispiel einmal im Jahr in einem großen, mehrtägigen Meetup. Zusätzlich treffen sich die einzelnen Teams immer mal wieder ein paar Tage lang vor Ort. Dann arbeiten sie an neuen Strategien und brüten zusammen über neuen Ideen. Garniert wird das Ganze von attraktiven Teambuilding-Angeboten. Das schafft Bindung und gemeinsame Erlebnisse, an die sich die Kollegen immer wieder gerne erinnern.

#4 Der Bürobesuch wird zum Event

Für das Büro der Zukunft bedeutet das wiederum, dass die klassischen Schreibtischreihen, wie wir sie heute noch kennen, weitgehend verschwinden. Um die kreative und soziale Begegnung mit Mitarbeitern zu fördern, wird das Büro der Zukunft eher zu einer Erlebniswelt umfunktioniert: Willkommen im New Work Zeitalter! Es wird Loungezonen geben, Kreativräume oder Meetingräume mit riesigen Videowänden, mit denen sich Mitarbeiter zu Meet-Ups mit Experten aus der ganzen Welt vernetzen können.

„Das Büro muss einen echten Anreiz darstellen, dass Mitarbeiter die Anfahrt auf sich nehmen“, sagt APRIORI-Vorstand Sebastian Berblinger. „Die neuen Bürowelten werden eine offene Architektur für kurze Kommunikations- und Entscheidungswege und integrative Teamarbeiten aufweisen. Sie werden informelle und schnelle Austausche und Managemententscheidungen fördern.“

#5 Das Soziale darf auch in der Welt des Remote Work nicht zu kurz kommen

Darüber hinaus müssen auch virtuelle Arbeitswelten geschaffen werden, die dazu beitragen, dass der soziale Austausch auch dann nicht zu kurz kommt, wenn sich die Mitarbeiter im Remote Work Modus befinden. Das ist ungemein wichtig. Denn, was im Remote-Umfeld – anders als im realen Büro – nicht stattfindet: Die kurze Plauderei an der Kaffeemaschine, das gemeinsame Mittagessen mit Kollegen im Pausenraum oder das „Hi“ und „Hallo“, wenn ein Teamkollege am eigenen Büro vorbeiläuft. All diese Interaktionen stärken aber nicht nur die Beziehung unter Kollegen und sind ein wichtiger Motivationsfaktor. Sie bringen auch den informellen Austausch in Gang. Bei diesem entstehen meist die besten Ideen.

Simuliert werden können soziale Begegnungen in der virtuellen Welt zum Beispiel mit digitalen Fireside Chats. Diese stellen den lockeren Erfahrungsaustausch unter Kollegen in den Vordergrund stellen. Denkbar sind auch Happy Hours. Hier kommen virtuelle Teams mit einem Getränk ihrer Wahl gesellig vor dem Computerbildschirm zusammen und plaudern. Spannend ist auch das Format des People Lab: Hier loggen sich Mitarbeiter zu einem Vortrag ein, der von der Geschäftsführung und HR organisiert wird.

Meeting Augmented-Reality-Brille im Virtuellen Raum

„Perspektivisch werden Meetings nicht mehr als Videokonferenz stattfinden, sondern zum Beispiel über eine Augmented-Reality-Brille im virtuellen Raum, in dem sich die Avatare der Mitarbeiter begegnen“, so Professor Michael Knörzer. „Alles ist möglich und definitiv ist die Chance dann selbst im rein virtuellen Umfeld deutlich größer, frische und kreative Ideen zu generieren, als in den einstmals grauen Bürotempeln. Mein Fazit: Wir steuern da auf eine durchaus spannende Entwicklung zu.“

 


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