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Networking: So machen Sie beim Lunch Karriere

networking 14. Juni 2017 0


12.00 Uhr. Die Kantine ist leer. Wenn in ein paar Minuten der große Ansturm losgeht, haben Sie Ihr Plätzchen schon wieder für andere freigemacht. Während Ihr Team gerne zusammen mit den Kollegen anderer Abteilungen essen geht, bevorzugen Sie als Vorgesetzter den Einzelplatz in der Ecke: Einfach mal nicht reden müssen! Austausch haben Sie nachher in den vielen Meetings noch genug. Aber: Aus der Networking Perspektive machen Sie damit alles falsch, was man nur falsch machen kann. Und das kann abträglich für die eigene Karriere sein. Wir verraten Ihnen gerne, warum.

Die Bedeutung von Networking steigt

Für Networking gibt es viele gute Gründe: Die Zeiten, in denen Menschen ihr ganzes Leben sicher in einer Firma beschäftigt bleiben, sind vorbei. Wirtschaftshochs und –tiefs, instabile Märkte und der steigende Konkurrenzdruck am Arbeitsmarkt führen zu immer häufigeren Jobwechseln in der Lebenskarriere. Networking wird in diesen volatilen Zeiten immer wichtiger.

Neuere Studien zeigen, dass die eigene Karriere zu etwa 60 Prozent vom eigenen Beziehungsnetzwerk innerhalb und außerhalb der Firma, zu 30 Prozent von der persönlichen Wirkung und Sozialkompetenz und gerade einmal zu zehn Prozent von der fachlichen Kompetenz abhängt.

Zum Beispiel, weil die zunehmende Komplexität der Aufgaben und das steigende Tempo in allen Bereichen zu einer reibungslosen zwischenmenschlichen Zusammenarbeit zwingen. Ohne gut funktionierende Netzwerke können Arbeitnehmer diesen Anforderungen immer weniger gerecht werden.

Kann man Networking lernen?

Nun gibt es Menschen, denen Networking in die Wiege gelegt ist. Andere müssen es lernen, wenn sie beruflich weiter kommen wollen. Und damit meinen wir genau Sie: Den Manager, der da drüben in der hintersten Ecke der Kantine hockt und gerade mit höchster Konzentration auf seinen Grießbrei starrt.

Kleiner Tipp: Es lohnt sich den Blick zu heben und Ihren Kollegen in die Augen zu schauen. Denn als aufstrebende Figur in der Firma müssen gerade Sie sich anstrengen, dass sie sichtbar und aktiv bleiben. Gesehen werden geht aber nur mit einem gut funktionierenden Netzwerk.

Und hier bietet der mittägliche Lunch mit internen oder externen Kollegen, Dienstleistern, Businessbekanntschaften schier unbegrenzte Möglichkeiten, das eigene Netzwerk auszubauen und zu stärken. Und auch wenn der Anfang für Sie als Ungeübten schwer sein mag – Autofahren haben Sie ja schließlich auch nicht an einem Tag gelernt, gell?

Networking-Tipp 1: Umgeben Sie sich mit Personen, mit denen Sie Interessen teilen

Wer aber partout keinen Spaß am Networking findet, sollte in sich gehen. Hat er vielleicht den falschen Job? Schließlich bedeutet Netzwerken ein „Spinnennetz“ an Kontakten aufzubauen, die die gleichen oder ähnliche Ziele verfolgen und über die gleichen Themen sprechen wie man selbst. Das sollte eigentlich von vornherein Spaß machen und nicht als Zeitverschwendung angehsehen werden. Finden Sie nicht auch?

Zugegeben: Es gibt aber auch für erfahrene Networker Lunch-Situationen, die anstrengend sein können. Zum Beispiel, wenn man einen Menschen nicht sonderlich gut kennt. Dann ist die Aussicht auf eine möglicherweise verkrampfte Gesprächssituation alles andere als prickelnd.

Aber dem lässt sich vorbeugen. Warum nicht andere Kollegen, mit denen man ein vertrautes Verhältnis pflegt, dazu holen? Das kann einem ansonsten schwerfälligen Mittagessen zu mehr Leichtigkeit verhelfen. Und wenn man mit dem eigentlichen Lunch-Sparringpartner noch einmal unter vier Augen sprechen will, geht das hinterher bei einer gemeinsamen Tasse Espresso umso besser. Denn dann sollte das Eis längst gebrochen, wenn nicht gar geschmolzen sein.

Networking-Tipp 2: Halten Sie Ihre Kontakte nicht unter Verschluss

Und das fasst eigentlich auch schon das ganze Erfolgsgeheimnis für gelingendes Networking zusammen. Egal, was Sie tun, wo Sie sich aufhalten: Beziehen sie andere Menschen ein. Es wird auf Sie zurückkommen.

Die positive Wirkung des Networking zeigt sich vielleicht nicht immer direkt an Ort und Stelle. Und vielleicht verschafft man auch erstmal anderen einen vielversprechenden Kontakt. Doch wer freigiebig mit seinem Bekanntenkreis umgeht, dürfte im Gegenzug über kurz oder lang selbst mit neuen Kontakten und Einladungen beschenkt werden.

Networking-Tipp 3: Teilen Sie Ihr Wissen

Und es ist kein Geheimnis, dass die größten Karrieren auf Networking basieren. Die Erfolgsgeschichte des Silicon Valley, das als Brutstätte aller Technologie-Innovationen gilt, wird vor allem auf die vielen informellen Netzwerke zurückgeführt, die dort bestehen. Sie beruhen auf lockeren Freundschaften und einer Ad-hoc-Zusammenarbeit – selbst unter Konkurrenten.

Das war nicht immer so. Jahrelang hatten sich etwa Apple-Gründer Steve Jobs und Microsoft-CEO Bill Gates bekriegt. Nachdem Jobs aber nach seinem Rauswurf zu Apple zurückkam, um das Unternehmen vor der Pleite zu retten, holte er Microsoft bewusst ins Boot. Gates investierte 150 Millionen Dollar und ließ Internet-Explorer und Office für den Mac anpassen. Einer von vielen Schritten, der Apple wieder auf die Erfolgsspur brachte. Auch für Microsoft war der Deal nicht gerade abträglich.

Dieses Beispiel bringt den Sinn eines Netzwerks auf den Punkt: Jeder Mensch verfügt über ein bestimmtes Wissen, das auch für andere von Nutzen sein kann. In einem Netzwerk wird dieses Wissen zugänglich – entweder, weil man direkt miteinander in Kontakt steht, oder weil Informationen, die andere haben, innerhalb des Netzwerks für alle verfügbar sind.

Networking-Tipp 4: Bringen Sie sich für höhere Positionen ins Spiel

Dabei sollten Sie sich bewusst machen: Nicht immer muss es der unmittelbare Kontakt zu einem Vorstandsvorsitzenden sein, der Ihre Karriere beschleunigt, indem er Ihnen einen lukrativen Posten anbietet. Natürlich kann man sich in einem einflussreichen Netzwerk selbst positionieren oder auch andersherum als Personalsuchender auf Menschen treffen, die man über andere Recruiting-Kanäle niemals ausfindig gemacht hätte.

Genauso gut können aber auch Ideen, die in einem Netzwerk ausgetauscht werden die eigene Karriere ankurbeln, weil sie höchst kreative Denkprozesse auslösen, die ansonsten nicht in Gang gekommen wären.

Networking-Tipp 5: Holen Sie gezielt Nachwuchstalente ins Boot

Diesen Input sollten Sie gerade als Führungskraft aber auch anderen gönnen und Ihre Gedanken teilen. Netzwerken ist ein gegenseitiges Geben und Nehmen. Wer anderen nur die Ideen aussaugt wird nicht weit kommen, denn auf lange Sicht werden sie dicht machen.

Insofern ist es wichtig, dass Sie mit gutem Beispiel vorangehen. Etwa, indem Sie jungen aufstrebenden Talenten oder auch potenziellen neuen Mitarbeitern in Ihrem Unternehmen die Möglichkeit geben, an einem Businesslunch mit dem CEO der Firma teilzunehmen. Das hat gleich mehrere positive Effekte.

Dem eigenen Schützling widerfährt so eine unvergleichliche Wertschätzung. Und diese motiviert und spornt an, die Ärmel noch ein bisschen höher hochzukrempeln. Außerdem lernt das Talent seinen Chef, also Sie, besser kennen und kann sich für die eigene Karriere manchen Kniff für den eigenen Alltag als Führungskraft abschauen.

Meistens tragen die Junioren aber auch Produktives zu der Besprechung bei, weil sie die Dinge aus einer anderen Perspektive betrachten. Die Führungskraft lernt den Mitarbeiter so nochmal anders kennen und entdeckt wohlmöglich Potenziale, die in der Hektik des Arbeitsalltags sonst untergegangen wären. Und wenn Sie diese angemessen fördern, dient das auch Ihrem eigenen Vorankommen. Immerhin werden Sie als Führungskraft auch daran gemessen, wie Sie Ihr Team weiterentwickeln.

Aber Moment mal! Sitzen Sie immer noch in Ihrer abgeschirmten Kantinenecke? Nun, gut. Dann warten Sie noch ein paar Minuten. Ihr Team ist schon auf dem Weg. Nutzen Sie direkt diese Gelegenheit. Gehen Sie zu ihnen. Plaudern Sie mit Ihren Kollegen. Nur fünf Minuten für den Anfang. Aber damit setzen Sie ein erstes wichtiges Zeichen. Versprochen!

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